ÖVP und FPÖ kritisieren Vorgehen von Doskozil. Die ÖVP und die FPÖ haben am Freitag den burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) für seinen Umgang mit dem Bilanzskandal um die Commerzialbank Mattersburg kritisiert.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 24. Juli 2020 (16:37)
Bilanzskandal rund um die Commerzialbank Mattersburg
APA

Beide sehen in den "medienwirksamen Rundumschlägen" und der Ankündigung einer Amtshaftungsklage einen "Ablenkungsversuch".

Doskozil versuche, "von seiner Rolle im Bankenskandal abzulenken und macht gleichzeitig deutlich, dass er an lückenloser Aufklärung nicht interessiert ist. Es kann doch nicht sein, dass Doskozil ständig so tut, als wusste er von nichts", betonte Gaby Schwarz, stellvertretende Generalsekretärin der ÖVP im Bund. Die "Rundumschläge" des Landeshauptmannes würden das Gefühl vermitteln, alle seien schuld, nur er selbst nicht, so Schwarz.

Die FPÖ Burgenland betonte, dass es anstelle von Kritik an Staatsanwaltschaft und Finanzverwaltung Unterstützung des Landes für betroffene Firmen und eine Offenlegung der "Querverbindungen zwischen der SPÖ und der Skandalbank" brauche. Für das "undifferenzierte Hinhauen des Landeshauptmannes" fehle ihm das Verständnis, sagte Wirtschaftssprecher Alexander Petschnig. Die Organe der Finanzverwaltung hätten den Bilanzskandal aufgedeckt und durch die behördliche Schließung "dort gehandelt, wo die Aufsicht des Landes und seiner privaten Auftragnehmer offenkundig kläglich versagt haben".