Polit-Debatte reißt nicht ab. Die Polit-Debatte im Bilanzskandal um die Commerzialbank Mattersburg reißt nicht ab. Während die SPÖ am Dienstag die von der Opposition beantragte Sondersitzung des Landtages begrüßte, kritisierten die NEOS "parteipolitische Nebelgranaten".

Von APA, Redaktion. Erstellt am 28. Juli 2020 (17:11)
Opposition beantragte den Sonderlandtag. Alexander Petschnig (FPÖ), Wolfgang Spitzmüller (Grüne), Markus Ulram (ÖVP).
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Die JVP ortete im Bankskandal bei einer Kundgebung vor dem Landhaus in Eisenstadt hingegen ein "Spiel auf dem Rücken der nächsten Generation".

In der Causa gehe es um "restlose Schadenswiedergutmachung" etwa durch die angekündigte Amtshaftungsklage, von "Skandalisierungsversuchen hat hingegen kein einziger Betroffener etwas", sagte SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich in Richtung Opposition. Das Land habe bereits Sofortmaßnahmen gesetzt.

Genau diese vermisst hingegen Sebastian Steiner, Landesobmann der Jungen ÖVP (JVP). "Die verschwundenen hunderten Millionen fallen zu Lasten der jungen Generation. Es darf nicht sein, dass die Folgen dieser Machenschaften auch noch von unseren Kindern abbezahlt werden müssen. Hier braucht es endlich Sofortmaßnahmen, die noch immer auf sich warten lassen", betonte er. Auch Arbeitsplätze und Lehrstellen seien bedroht.

NEOS-Landessprecher Eduard Posch zeigte kein Verständnis für das "parteipolitische Hickhack". Dieses würde den Geschädigten nicht helfen und weiter zur Verunsicherung beitragen. Es brauche nun Unterstützung für Betroffene und keine "ungustiöse und vollkommen faktenbefreite Schlammschlacht", so Posch.