Illmitz , Breitenbrunn

Erstellt am 13. September 2018, 04:33

von Nina Sorger

BVZ-Test am Neusiedler See: Wasserproben unbedenklich. Nach immer wiederkehrenden Diskussionen um die Wasserqualität des Neusiedler Sees nahm die BVZ Proben. Laut Analyse werden die Grenzwerte unterschritten

Das Seebad Breitenbrunn. Foto: Janisch  |  Sigrid Janisch

Immer wieder stehen die Wasserqualität des Neusiedler Sees und deren Messung zur Diskussion. Zuständig für die Analyse der Wasserqualität ist die AGES, die österreichische Agentur für Ernährungssicherheit.

Werner Windhager von der AGES erklärt: „Die Entscheidung, wer die Proben entnimmt, liegt bei den Ländern. In vielen Bundesländern macht das die AGES. Das Burgenland und Kärnten haben dafür eigene Institutionen. Im Burgenland ist es die Biologische Station in Illmitz.“

Probe nicht direkt im Badebereich entnommen

Laut der vom EU-Parlament erlassenen „Richtlinie über die Qualität von Badegewässern“ ist jene Stelle, wo die Probe entnommen wird, „die Stelle, an der die meisten Badegäste erwartet werden oder an der nach dem Badegewässerprofil mit der größten Verschmutzung gerechnet wird.“

Im Falle des Seebades Breitenbrunn trifft Zweiteres zu. Die Probe wird nicht direkt im Badebereich, sondern etwas weiter draußen genommen: „Im Badegewässerprofil wurden von der EU die genauen GPS-Koordinaten festgelegt, wo die Beprobung stattfinden muss, damit sie vergleichbar ist mit den Proben aus den Vormonaten und -jahren. Die Entnahmestellen sind deshalb etwas weiter draußen, weil dort nicht so viel Schlamm aufgewühlt wird.“

Laut den amtlichen Proben, die wöchentlich entnommen und durch die AGES analysiert werden, liegt der Wert sowohl bei den Escherichia coli als auch bei den Enterokokken – beide sind Indikatorkeime, die auf eine Verschmutzung des Wassers durch Fäkalien hinweisen – weit unter dem Grenzwert (siehe unten). Zur Überprüfung hat die BVZ zwei Wasserproben direkt aus dem Badebereich entnommen und der AGES zur Analyse übergeben.

Das Ergebnis zeigt, dass die Zweifel an der Wasserqualität unbegründet sind: Die Werte bei Escherichia coli und Enterokokken liegen teilweise zwar über dem Richtwert, aber sogar ganz am Ufer weit unter dem Grenzwert, der das Wasser zum Baden ungeeignet macht. Das Urteil der AGES stuft „das Gewässer gemäß den bakteriologischen Untersuchungsergebnissen als geeignet“ ein.

Probe-Ergebnis

Die BVZ entnahm im Seebad Breitenbrunn zwei Proben – am Ufer sowie am Steg – und ließ sie von der AGES analysieren. Die Ergebnisse in der Maßeinheit MPN (most probable Number)/100 ml

Enterokokken: 126 (Ufer), 109 (Steg) – Richtwert: 100 / Grenzwert: 400

Escherichia coli: 15 (Ufer), 126 (Steg) – Richtwert: 100 / Grenzwert: 1000