Burgenland

Erstellt am 13. Februar 2019, 06:15

von Alexandra Gollubics-Prath

Ämter: Sicherheitsvorkehrungen auf dem Prüfstand. Nach dem Mordfall in Dornbirn wird die Sicherheit in Ämtern überprüft. Auch weitere Maßnahmen werden gefordert.

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Nach der Bluttat an einem Vorarlberger Sozialamtsleiter stehen auch im Burgenland die Sicherheitsvorkehrungen in Amtsgebäuden auf dem Prüfstand. Man nehme es „sehr ernst, daher werden sämtliche Sicherheitsmaßnahmen einer neuerlichen Überprüfung unterzogen“, heißt es auf BVZ-Anfrage aus der Landesamtsdirektion (LAD). Erhoben werde auch, ob weitere Maßnahmen erforderlich seien.

Das Thema war zudem einer der Schwerpunkte eines Arbeitstreffens der burgenländischen Bezirkshauptleute. Generell sei in Zusammenarbeit mit der Polizei in den vergangenen Jahren „schon viel geschehen“, wird seitens der LAD betont: Das Spektrum umfasse Sicherheitskonzepte, technische Maßnahmen sowie Schulungen für Mitarbeiter.

Dennoch müsse man „immer überlegen, wo man nachjustieren“ könne, gibt Oberpullendorfs Bezirkshauptmann Klaus Trummer zu bedenken: „Wir sind gerade dabei, einen Umbau zu machen, wobei etwa auch Schleusen eingebaut werden.“

Nach dem tragischen Vorfall in Dornbirn habe jedenfalls „jeder im Haus ein ungutes Gefühl“, räumt Helmut Nemeth, Bezirkshauptmann von Oberwart, ein. In Oberwart sei man zwar gut ausgestattet und man habe in den letzten Jahren auch wenig Probleme mit aggressiven Personen gehabt, „man ist aber vor solchen Ereignissen natürlich nie ganz gefeit“. Weiterführende Maßnahmen könnten Security-Personal und Taschenkontrollen sein, so Nemeth.

„Ich wünsche mir, dass es bei uns mehr Sicherheitsmaßnahmen gibt“, wird Mattersburgs Bezirkschef Werner Zechmeister deutlich, er spricht sich für Maßnahmen ähnlich wie bei Landtagssitzungen aus und plädiert außerdem für mobile Body-Scanner für Kunden der Bezirkshauptmannschaften.