Burgenlands Grüne starten Kampagne gegen Trockenheit. Burgenlands Grüne haben am Montag in Eisenstadt eine Kampagne gegen Trockenheit vorgestellt. Petrik: "Damit die Erde keine Bratpfanne wird."

Von APA, Redaktion. Erstellt am 29. Juni 2020 (14:18)
Grüne Kampagne. Landessprecherin Regina Petrik, Abgeordneter Wolfgang Spitzmüller, Landesgeschäftsführerin Martina Hajdusich (v.l.).
Wolfgang Millendorfer

Mit Workshops, Aktionen und Veranstaltungen wollen die Grünen im Sommer auf das Thema hinweisen. Im Landtag und in Gemeinderäten wolle man Anträge einbringen, "wie wir künftig zumindest die Auswirkungen der extremen Hitze und dem damit verbundenen Wassermangel abmildern können", so Landessprecherin Regina Petrik.

Der Boden sei trocken, der Grundwasserspiegel historisch niedrig und Meteorologen würden den nächsten Rekordsommer ankündigen. "Auch wenn es in den letzten Wochen vermehrt geregnet hat, so darf das nicht über den teils akuten Wassermangel des letzten Winters hinwegtäuschen", meinte Landessprecherin. Die Grünen starten daher "eine Kampagne, damit die Erde keine Bratpfanne wird".

Das letzte Jahr gehe als das heißeste in die Geschichte des Burgenlandes ein, seit es Messungen gibt. Die Erde heize sich immer schneller auf, das belastet Menschen, Tiere und Pflanzen. "Das Burgenland ist österreichweit der größte Bodenvernichter durch Versiegelung. Wir müssen hier endlich neue Wege einschlagen, damit der Boden den Regen auch aufnehmen kann und unsere Grundwasserspiegel auffüllt", stellte Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller fest.

Darüber hinaus brauche es Landesförderungen für Brauchwasseranlagen und Maßnahmen zur Beschattung. Diese sei nämlich "die beste und natürlichste Klimaanlage". Eine Pipeline in den Neusiedler See lehnen die Grünen aus ökologischen Gründen explizit ab.

Die Austrocknung des Sees sei auch Thema der Podiumsdiskussion "Naturjuwel Neusiedler See" am 16. Juli in Neusiedl am See mit einer Expertenrunde. Wie man angesichts der Trockenheit und des Wassermangels den Garten gestalten kann, zeigen die Workshops "Garteln im Klimawandel" mit der Biobäuerin Julia Wolf und dem Gärtner Wolf Stockinger.

"Es wird eine Info-Broschüre über Hitze- und Wasserschutz geben und auch im virtuellen Raum werden wir Aktionen durchführen", kündigte Kampagnenmanagerin Martina Hajdusich an. Der Erhitzung der Erde dürfe das Land nicht weiter tatenlos zusehen.

Es müssten viele kleine, aber auch einige gewichtige Maßnahmen ergriffen werden, damit es nicht dazu kommt, dass Pflanzen und Tiere buchstäblich verbrennen. "Die Gemeinden können viel tun, wir selbst können einiges tun, aber vor allem die Landesregierung kann sehr viel tun", stellte Petrik fest.