Tschürtz äußerte Bedenken hinsichtlich Mindestlohn. Burgenlands Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz hat hinsichtlich des von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) geforderten Mindestlohns von 1.700 Euro netto für Beschäftigte in Landes- und landesnahen Betrieben Bedenken geäußert.

Von APA Red. Erstellt am 16. März 2019 (10:53)
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Johann Tschürtz und Hans Peter Doskozil

Dieser Schritt sei "nicht in Beton gegossen", sagte der FP-Politiker am Samstag. Er forderte "eine Expertise über mögliche Auswirkungen" dieser Aktion. Die Umsetzung eines entsprechenden Mindestlohns stehe nicht im Regierungsprogramm, er möchte sich "einer lösungsorientierten Diskussion aber nicht verschließen", hielt Tschürtz fest. "Für mich lässt sich das aber nicht bedenkenlos umsetzen."

Der Landeshauptmannstellvertreter befürchtet für den Fall der Einführung des Mindestlohns "eine Neiddebatte" - innerhalb der Landesbetriebe genauso wie in der Bevölkerung. "Gerechtigkeit und Fairness" müssten gewährt blieben. "Ich bestehe darauf, dass es eine Expertise über die möglichen Auswirkungen gibt", sagte Tschürtz. Genau untersucht werden sollen dabei etwa die Gesamtkosten des Projekts.