ÖVP: Steiner und Wolf vor Ablöse?. Die ÖVP-Landespartei steht vor einem Personalwechsel: Landesobmann Thomas Steiner und Geschäftsführer Christoph Wolf sollen abgelöst werden. EU-Abgeordneter Christian Sagartz als Kandidat für die Nachfolge.

Von Wolfgang Millendorfer. Update am 19. Februar 2020 (15:20)
Ablöse-Gerüchte. ÖVP-Chef Thomas Steiner und Landesgeschäftsführer Christoph Wolf (v.l.).
Wolfgang Millendorfer

Erste Gerüchte kamen bereits nach dem aus Sicht der ÖVP enttäuschendem Ausgang der Landtagswahl auf. Während Landesparteiobmann Thomas Steiner eine Ablöse noch dementierte, kündigte Landesgeschäftsführer Christoph Wolf gegenüber der BVZ, wie berichtet, bereits an, eine „persönliche Entscheidung“ getroffen zu haben, die er „zu gegebener Zeit“ verkünden werde. In einer Sitzung, die für Donnerstag im ÖVP-Haus anberaumt ist, könnten die Würfel fallen.

Dem Vernehmen nach sollen laut einem Artikel des "Kurier" sowohl Steiner als auch Wolf an der Spitze abgelöst werden. Möglicher Nachfolger als Parteichef könnte der bisherige Klubchef Christian Sagartz werden, der erst kürzlich ins EU-Parlament gewechselt ist. Aus Parteikreisen hörte man auch, dass Abgeordneter Patrik Fazekas oder dem neuen Zweiten Landtagspräsidenten Georg Rosner eine wichtige Rolle zukommen könnte.

Vonseiten der ÖVP werden die Gerüchte nicht kommentiert, wie es auf BVZ-Anfrage heißt. Verwiesen wird auf eine Pressekonferenz, die morgen, Donnerstag, nach der Sitzung des Landesparteivorstandes stattfinden wird.

Auch von einzelnen Mitgliedern des Parteivorstandes wollte bislang niemand Stellung nehmen. Nur Oberwarts Stadtchef und ÖVP-Mandatar Georg Rosner meinte gegenüber der BVZ: "Morgen wird im Landesparteivorstand diskutiert werden, davor möchte mich nicht äußern. Diskussionen gibt es nach jeder Wahl, auch nach dieser, auch wenn ein Ergebnis nicht so ausfällt, wie erhofft. Ich selbst habe keine Ambitionen, mein Herz liegt in der Stadt Oberwart und meine Aufgabe als Zweiter Landtagspräsident liegt mir mehr als Frontalopposition.“

Inzwischen wurde die interne Diskussion auch von einem weiteren Funktionär gegenüber der BVZ bestätigt.