Eisenstadt

Erstellt am 02. März 2018, 11:51

von Wolfgang Millendorfer und APA Red

Bundespräsident zu Gast im Burgenland. Alexander Van der Bellen traf Repräsentanten des Landes und Bürgermeister in Eisenstadt.

Zum ersten großen Empfang begrüßte das offizielle Burgenland Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Freitag in Eisenstadt. Bei der Ankunft im Landhaus gab es für den Bundespräsidenten ein Ständchen der Militärmusik sowie edle Tropfen von der Weinbauschule.

Nach einem Treffen mit Repräsentanten des Landes auf Schloss Esterházy besuchte Alexander Van der Bellen in Begleitung von Landeshauptmann Hans Niessl und dem Regierungsteam am Nachmittag die Firma Zoerkler in Jois. Zum Abschluss wird im Hotel Burgenland in Eisenstadt zum Empfang mit rund 90 Bürgermeistern des Landes geladen.

Themen waren unter anderem der Vorsitz des Burgenlandes bei der Landeshauptleutekonferenz im zweiten Halbjahr und die Aktivitäten zu den Festveranstaltungen für 100 Jahre Republik. Niessl hob die positive Entwicklung des Burgenlandesund auch dessen Bedeutung, etwa bei der Flüchtlingskrise 2015, hervor. Am Ende des Festakts dankte Van der Bellen den Gästen für ihr zahlreiches Erscheinen. "Ich bin nur der Bundespräsident", meinte er bescheiden.

 

Van der Bellen unterstützt Bemühen Burgenlands um EU-Mittel nach 2020

Van der Bellen unterstützt die Bemühungen des Burgenlands um EU-Förderungen nach 2020. Man müsse sich mit anderen Regionen und den EU-Behörden zusammensetzen und überlegen, wie es künftig mit Förderungen für Regionen aussehe, die nicht mehr Ziel-1-Gebiete sind, aber trotzdem aus bestimmten Gründen strukturell benachteiligt seien, meinte er am Freitag in Eisenstadt.

Die Frage, ob das Burgenland weitere Förderungen nach 2020 benötige, sei eine akademische, sagte der Bundespräsident bei seinem ersten offiziellen Besuch im Burgenland. Das Bundesland habe sich so gut entwickelt, dass es nun nicht mehr zu den Ziel-1-Regionen zähle - was etwas Gutes sei.

"Ich nehme die Landesregierungen wie sie kommen"

"Ich nehme die Landesregierungen wie sie kommen", meinte Van der Bellen über die rot-blaue Landesregierung. Die Zusammenarbeit sei gut. Zu einem Vergleich zwischen Rot-Blau auf Landesebene und der ÖVP-FPÖ Koalition im Bund gefragt, merkte er nur an, dass die Agenden und Zuständigkeiten auf Bundesebene teilweise sehr viel weiter gehen würden. Daher spiele die parteipolitische Zuordnung auf Landesebene "vielleicht" nicht diese Rolle, wie auf Bundesebene.

Dem Burgenland sei er als Bundespräsident aber auch persönlich verbunden, erklärte Van der Bellen. Das Burgenland sei aufgrund seiner politischen Situation über Jahrzehnte hinweg gegenüber anderen Bundesländern benachteiligt gewesen, habe aber in einer erstaunlichen Geschwindigkeit aufgeholt.