Prantl legt als Bauernbund-Direktor zurück. Personalwechsel im burgenländischen Bauernbund: Josef Prantl gibt den Abschied als Direktor bekannt. Grund dafür ist der zeitliche Aufwand im heimischen Betrieb, es gibt aber auch politische Gründe.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 07. Februar 2020 (13:18)
Josef Prantl. Abschied als Bauernbund-Direktor nach der Landtagswahl.
ÖVP

Seine Entscheidung, den Posten als Direktor des burgenländischen Bauernbundes abzugeben, habe er bereits vor der Landtagswahl getroffen, erzählt Josef Prantl im Gespräch mit der BVZ. Der Landwirt aus Stöttera trat für die ÖVP auf Platz drei der Bezirksliste in Mattersburg an und erreichte 947 Vorzugsstimmen.

„Die Zeit reicht nicht aus, um das nebenbei zu machen“, so Prantl, „in den vergangenen Jahren war ich bei mehreren Wahlen dabei, ich bin aber auch im landwirtschaftlichen Betrieb voll im Einsatz.“ Zuhause leitet Prantl einen konventionellen Ackerbau-Betrieb im Vollerwerb.
Weiter aktiv bleibt er als Gemeindevorstand in Zemendorf-Stöttera.

Es habe auch „innerparteiliche Diskussionen“ gegeben, so Prantl, der zugleich auf die SPÖ-ÖVP-Diskussion um biologische und konventionelle Landwirtschaft anspielt: Hier habe es die Standesvertretung nicht leicht, „und auch wenn es künftig eine absolute Regierungsmehrheit gibt, wird mir keiner erklären, wie die Landwirtschaft funktioniert“.

Burgenlands Bauernbund-Obmann und
Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich dankt Josef Prantl für seine Arbeit; im BVZ-Gespräch kündigt Berlakovich an, dass ein Nachfolger für die Funktion demnächst bekannt gegeben werden soll.