Erstellt am 11. Juli 2018, 03:09

von Alexandra Gollubics-Prath

Drei Jahre SPÖ-FPÖ-Regierung: Nach 2020 alles offen . Trotz guter Umfragewerte legen sich Spitzen nicht auf Fortsetzung fest.

„Ehrliche Zusammenarbeit“: SP-Klubobfrau Ingrid Salamon, Landeshauptmann Hans Niessl, Vize Johann Tschürtz und FP-Klubchef Géza Molnár.  |  BVZ

„Die Stimmung ist sehr gut“, lautete kürzlich das Fazit von Meinungsforscher Peter Hajek, bei der Präsentation einer von der rot-blauen Landesregierung in Auftrag gegebenen Bürgerumfrage im Nordburgenland – das Mittel-und Südburgenland waren 2016 an der Reihe.

Vier von fünf Nordburgenländern blicken demnach „sehr oder eher optimistisch“ in die Zukunft, 86 Prozent bewerten die Lebensqualität als „sehr gut“ bis „gut“, 84 Prozent sagen, es gehe „etwas weiter im Land.“

Während Bundesregierung und EU (56 und 35 Prozent Zufriedenheit) eher verhalten bewertet wurden, zeigten sich 79 Prozent mit der Arbeit der Landesregierung sehr und eher zufrieden.

Durchwegs positiv fiel wenig später auch die Bilanz der rot-blauen Politspitzen zum dritten Jahrestag der Koalition aus. „Offizielle Statistiken“ von der Beschäftigung bis zum Wirtschaftswachstum würden „viele Erfolge“ aufweisen, hieß es.

Was diesmal jedoch fehlte: Ein klares Bekenntnis zur Fortführung der Zusammenarbeit auch nach der Landtagswahl 2020. „Alles ist möglich und nichts ist fix“, meinte etwa Niessl, es gelte das Wahlergebnis abzuwarten. Und auch Tschürtz freut sich vorerst einmal „auf die nächsten zwei Jahre“, dann gelte es das Wahlergebnis zu analysieren.