FH Burgenland zieht „Corona-Bilanz“. Platz 1 bei Zufriedenheits-Umfrage, Rekordzahl an Studenten und Bewerbern. Kritik an Landeshauptstadt und Bund.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 06. August 2020 (05:50)
Bilanz zu „Corona-Studienjahr“: Landesrätin Daniela Winkler (M.), Geschäftsführer Georg Pehm und FH-Vizerektorin Silvia Ettl-Huber.
LMS

„Mit Bravour“ habe die Fachhochschule Burgenland die Corona-Situation gemeistert, streute Bildungslandesrätin Daniela Winkler (SPÖ) kürzlich bei der Bilanz-Präsentation des abgelaufenen Studienjahres der Bildungseinrichtung Rosen.

Gelungen sei das durch das Engagement aller Beteiligten, betonte FH-Geschäftsführer Georg Pehm: „Innerhalb weniger Tage haben wir es geschafft, die gesamte Lehre ins Netz zu verlegen.“ Der Erfolg kann sich sehen lassen: Bei einer österreichweiten Umfrage betreffend Zufriedenheit mit der Online-Lehre wurde die FH Burgenland von Studenten auf Platz 1 aller Universitäten und Hochschulen gereiht. Angesichts der Corona-Entwicklung soll der Fokus auch weiter auf der Online-Lehre liegen, die notwendige Präsenzlehre aber „so sicher wie möglich“ organisiert werden, erklärte Vizerektorin Silvia Ettl-Huber.

Die Zahl der Studierenden, aber auch jene der Bewerber befinde sich jedenfalls auf einem Rekordhoch, freut sich Pehm. Wermutstropfen: „Zwei von drei können leider keinen Studienplatz erhalten.“ Es fehle eine „faire Finanzierung von Studiengängen durch den Bund“, aber auch ein „klares Bekenntnis der Landeshauptstadt zur FH“ – gemeint ist damit der Ausstieg aus der Förderung (die BVZ berichtete). Weitere Gespräche zwischen Land und Stadt sollen eine Annährung bringen.

Das Land trage mit rund 4,3 Millionen Euro jährlich zur Finanzierung bei, so Winkler. Zudem werde der Campus Pinkafeld um 30 Millionen Euro ausgebaut. In Pinkafeld startet im Herbst auch bereits einer von zwei neuen Studiengängen.