Sagartz: „Engagement bringt Fördergelder“. EU-Abgeordneter und ÖVP-Chef Christian Sagartz meldete sich aus Brüssel: Der Einsatz für kleine Einheiten, Gelder aus dem Wiederaufbauprogramm, der gemeinsame Kampf gegen Krebs und für Menschenrechte stehen heuer im Zentrum.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 22. Januar 2021 (06:56)
Europa-Abgeordneter Christian Sagartz.
Archiv/ÖVP

Die regelmäßigen Sitzungen und Meetings absolviert derzeit auch ein Großteil der Europa-Parlamentarier im Corona-Online-Modus, so auch der EU-Abgeordnete aus dem Burgenland, der geschäftsführende ÖVP-Obmann Christian Sagartz. Diese Woche ist Sagartz aber auch für Termine in Brüssel vor Ort. In einer Video-Pressekonferenz aus seinem dortigen Büro berichtete er von noch strengeren Sicherheitsvorkehrungen in der belgischen Hauptstadt.

Pläne gibt es im heurigen Jahr dennoch genug, zudem stehen Fristen im Hinblick auf die neuen Förderprogramme an, wird neben dem EU-Budget doch auch ein Wiederaufbauprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro bereitgestellt. Deshalb gehe es auch für das Burgenland darum, wie man aus dem Covid-Hilfstopf Geld ins Land holen kann. „Gerade aus diesem Wiederaufbauprogramm könnte das Burgenland profitieren, da es auf die Schwerpunkte Klimaschutz und Digitalisierung setzt. Hier ist die Landesregierung gefordert, mehr Tempo an den Tag zu legen.“ Er habe auch Landesrat Heinrich Dorner als Vertreter im Ausschuss der Regionen bereits angeboten, seinen Beitrag zu leisten, sagt Sagartz. 

"Mehr für die Regionen" 

Die kleinen Einheiten, also die Regionen und Gemeinden, sollen von den Förderprogrammen besonders profitieren. Vor allem im Bereich des Klimaschutzes wäre das Land „ein toller Vorreiter“; und die Corona-Krise habe mit dem vielfachen Umstieg auf Homeoffice-Arbeitsplätze gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung sei.  

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt und ein persönliches Anliegen sei der gemeinsame Kampf gegen Krebserkrankungen, betonte Sagartz: „Das Ziel auf europäischer Ebene ist es, alle Ressourcen in der Wissenschaft und im Gesundheitswesen zu bündeln. Wir müssen uns besser vernetzen und mehr finanzielle Mittel in die Forschung investieren.“ Als stellvertretender Vorsitzender im Menschenrechts-Ausschuss geht es für ihn darum „ein wachsames Auge auf deren Einhaltung zu werfen“. 

Seine Arbeit und die Europa-Themen möchte der EU-Abgeordnete auch der breiten Bevölkerung vorstellen: Sobald es die Corona-Maßnahmen erlauben, will Sagartz ein Info-Programm in den burgenländischen Gemeinden starten.