Burgenlands Parteien buhlen um Senioren. SPÖ will eine Ombudsstelle installieren, ÖVP will ein Senioren-Referat. Leitbild und Umfrage als Grundlage.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 15. Januar 2020 (06:32)
Umfrage. Zweiter Landtagspräsident Rudolf Strommer (l.), Meinungsforscher Franz Sommer (Bild links) Leitbild. Koordinatorin Cornelia Krajasits, Landesrat Christian Illedits, Vorsitzender Helmut Bieler (Bild rechts).
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Als „nicht zu unterschätzende Größe“ steht die Altersgruppe 60-plus bei der Landtagswahl derzeit im Fokus – machen die Senioren doch fast 30 Prozent der Gesamtbevölkerung im Burgenland aus. Dementsprechend konkret sind die Ansagen im Vorfeld der Wahl.

Umfrage. Zweiter Landtagspräsident Rudolf Strommer (l.), Meinungsforscher Franz Sommer.
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Bei der Präsentation des neuen Leitbildes, das vom Senioren-Beirat erstellt wurde, unterstrichen Landesrat Christian Illedits (SPÖ), Vorsitzender Helmut Bieler und Koordinatorin Cornelia Krajasits: Seniorenpolitik solle nicht „ins sozialpolitische Eck gerückt werden“, es gehe um einen gesellschaftspolitischen Zugang.

Leitbild. Koordinatorin Cornelia Krajasits, Landesrat Christian Illedits, Vorsitzender Helmut Bieler (v.l.).
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Die Themen reichen von Sicherheit über Pflege bis zur Mobilität. Angekündigt wurde eine Ombudsstelle, die noch heuer eingerichtet werden soll.

Ein eigenes Referat für die ältere Generation fordert ÖVP-Seniorenkandidat Rudolf Strommer. Untermauert wird dies mit einer Umfrage des Seniorenbundes (siehe unten). Vor allem bei Pflege und Gesundheit leitet Strommer klare Forderungen ab: Große Pflegeheime würden eher abgelehnt, neue Ärzte müssten ins Land geholt werden.