Sicherheitsausbau der S31 im Burgenland startet. Im Burgenland ist am Montag mit dem sogenannten Sicherheitsausbau der Burgenland Schnellstraße (S31) zwischen dem Knoten Mattersburg und der Anschlussstelle Weppersdorf/St. Martin (Bezirk Oberpullendorf) gestartet worden. Für den 23 Kilometer langen Abschnitt investiert die Asfinag rund 144 Millionen Euro, teilte Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl bei einer Pressekonferenz mit.

Von APA Red. Erstellt am 18. März 2019 (13:12)
Vogler

Konkret soll die S31 auf den modernen Stand der Technik gebracht werden, hieß es. Bis 2025 werden die Fahrspuren verbreitert, neue Pannenbuchten gebaut und die Richtungsfahrbahnen mit einer Betonleitwand getrennt. Mit dem generellen Bau der Burgenland Schnellstraße wurde einst in den 1970er-Jahren gestartet, blickte der zuständige Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) zurück. Danach folgten sukzessive weitere Baumaßnahmen.

Seit 2001 37 Tote bei 17 Verkehrsunfällen

Nun soll die S31 - laut Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) eine "wesentliche Lebensader durch das Burgenland" - vor allem mit der baulichen Trennung sicherer gemacht werden. Denn seit 2001 habe man bei 17 Verkehrsunfällen 37 Tote zu beklagen gehabt, berichtete Hufnagl. 83 Prozent davon seien Burgenländer gewesen, 60 Prozent seien bei Frontalzusammenstößen ums Leben gekommen.

"Das ist eine alarmierende und horrende Anzahl an Verkehrstoten und daher möchten wir als Asfinag sagen: Schluss damit. Wir möchten diesen Ausbau, diesen Sicherheitsausbau forcieren. Der beginnt 2019, also heute und wird 2025 sein Ende finden", so der Vorstandsdirektor. Zeitgleich beginne man mit den Vorarbeiten auf der S4. Auch dort wolle man den Sicherheitsausbau forcieren und rund 143 Millionen Euro investieren, kündigte Hufnagl an.

200 Arbeitsplätze werden gesichert

Doskozil betonte, dass durch den Ausbau etwa 200 Arbeitsplätze gesichert werden und außerdem regionale Wertschöpfung stattfinde. "Und ich glaube das ist so nebenbei auch ein ganz wichtiger und wesentlicher Aspekt für den Wirtschaftsstandort Burgenland", meinte er. Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) erklärte: "Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist natürlich auch für das Burgenland enorm wichtig. Da sind wir uns alle einig. Ein hochrangiges Straßennetz bedeutet ja auch im Endeffekt Verkehrssicherheit", so Tschürtz. Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), der ebenfalls an der Pressekonferenz hätte teilnehmen sollen, musste krankheitsbedingt absagen.

Insgesamt sind für das Burgenland im Infrastrukturinvestitionsprogramm der Asfinag von 2019 bis 2024 rund 814 Millionen vorgesehen. "Wenn man das vergleicht mit dem Zeitraum davor - 2013 bis 2018 - da haben wir 756 Millionen Euro in den Standort Burgenland investiert. Das heißt auch ein Plus von 58 Millionen Euro", sagte Hufnagl. Investieren wolle man, um sowohl den Wirtschaftsstandort, als auch den Lebensmittelpunkt der hier lebenden Menschen zu stärken.