Ackerfläche gesunken. Um 6,5 Prozent weniger Ackerfläche als im Vorjahr; Ernte-Einbußen in allen Regionen des Landes.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 05. August 2021 (04:22)
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Zogen Bilanz: Martin Pinczker (Bioprodukte Pinczker), Peter Stallberger (GoodMills Österreich), Matthias Grün (Pannatura) und Agrarhandel-Obmann Hannes Mosonyi (v.l.).
D. Jandl

396.500 Hektar beträgt die Fläche des Burgenlandes, davon werden heuer 155.700 Hektar als Ackerfläche genutzt, – um 6,5 Prozent weniger als 2020. Flächengewinner: Soja (plus elf Prozent) und Mais (plus sechs Prozent).

Auch die Erntebilanz selbst falle enttäuschend aus, heißt es nach der Landwirtschaftskammer (die BVZ berichtete) nun auch von der Wirtschaftskammer. In allen Regionen des Burgenlandes seien Einbußen spürbar.

Aufgrund der klimatischen Veränderungen komme der Auswahl von standortangepassten Kulturen und des günstigsten Anbauzeitpunkts immer mehr Bedeutung zu, betonte Matthias Grün vom Bio-Landgut Esterhazy. Regionale Herkunft und höchste Bio-Qualität seien dabei die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Vermarktung, so Grün.

Fast keine andere Berufsgruppe habe in den letzten Jahren so weitreichende Veränderungen in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft miterlebt wie die Landwirtschaft, ergänzte Agrarhandel-Obmann Hannes Mosonyi: Während der Pandemie habe sich gezeigt, „dass der Agrarhandel eines der wichtigsten Glieder in der Kette“ zur Aufrechterhaltung des Versorgungssystems sei. 2020 wurden Getreide und Ölsaaten – beide belegen gemeinsam den zweiten Platz der Top-Exportgüter des Landes – im Wert von rund 238 Millionen Euro exportiert, was knapp elf Prozent der Gesamtexportleistung ausmachte.