Cyberkriminalität: AK startet Informationsoffensive. Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Burgenland haben im Vorjahr 8.246 Verbraucheranfragen beantwortet. In 670 Fällen wurde interveniert.

Von APA Red. Erstellt am 11. Januar 2019 (12:11)
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Den Betroffenen konnten insgesamt rund 290.000 Euro erspart werden, zog AK-Präsident Gerhard Michalitsch am Freitag Bilanz. Zunehmenden Aktivitäten von Cyberkriminellen will die Arbeiterkammer heuer mit einer Digitalisierungsoffensive begegnen.

Das Internet könne das Leben erleichtern, etwa bei der Kommunikation oder beim Einkauf. Aber es gebe auch Gefahren: "Es werden Leute abkassiert, es sind Betrüger im Internet unterwegs und die sind zum Teil außergewöhnlich gut organisiert. Da ist eine Betrugsindustrie, die sich Kontinente überspannend aufgestellt hat, unterwegs", schilderte der Leiter der Konsumentenschutzabteilung, Christian Koisser. Der geschulte Konsument sei am besten davor gefeit, in eine Falle zu tappen und Schaden zu erleiden.

Die Arbeiterkammer will heuer in Zusammenarbeit mit der Initiative Saferinternet Schulungen und Workshops durchführen. Begonnen werden soll mit der Information in Schulen. Denn Cyberkriminalität betreffe alle Altersschichten: "Die Älteren, weil sie sich nicht gut auskennen. Die Jüngeren, die sich auskennen, weil sie einfach teilweise sorglos damit umgehen. Und da wollen wir mithelfen, dass die Leute informiert sind und dass diese Betrugsmaschen, die derzeit schon existieren, möglichst ausgetrocknet werden", so Koisser.

An vorderster Stelle bei der Anzahl der Beratungen standen im Vorjahr Reisen sowie der Telekommunikationsbereich. Im Flugverkehr hätten besonders häufig Verspätungen und Annullierungen zu Anfragen geführt. Was die Telekommunikation betreffe, ginge es oft um die Kosten von rätselhaften Abo-Verträgen auf Telefonrechnungen, erläuterte Koisser. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Anfragen zu Finanzdienstleistungen. Hier seien hohe Spesen und Gebühren bei zahlreichen Konsumenten auf Ärger und Unverständnis gestoßen.