Einkaufszentren gut besucht am 1. Advent. Im bisher vom Wintereinbruch verschonten Burgenland zeigte sich auch der erste Adventsamstag wettermäßig eher milde. Das tat dem Shopping-Vergnügen in den Einkaufszentren keinen Abbruch.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 30. November 2019 (15:56)
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Auch der Black Friday dürfte dazu beitragen, dass etliche der rund 1,4 Mio. Weihnachtspackerl, die die Burgenländer nach Schätzungen der Wirtschaftskammer heuer verschenken, schon über die Verkaufspulte wanderten.

Im McArthurGlen Designer Outlet Parndorf sei der Tag bisher "sehr gut verlaufen", sagte Centermanager Mario Schwann auf APA-Anfrage. "Wir haben deutliche Zuwächse in der Frequenz, aber auch im Umsatz gesehen." Was den Zustrom betrifft, seien die Spitzen am späteren Vormittag und später wieder im Lauf des Nachmittags, wo die Kunden dann bis in den Abend hinein shoppen.

Ein großes Thema beim Einkauf seien heuer Accessoires, Taschen sowie Uhren und Schmuck. Artikel für Sport und den Outdoor-Bereich würden ebenfalls stark nachgefragt. Im Designer Outlet lockt ein Weihnachtsmarkt mit kulinarischen Themen, auch die Eisstockbahn erfreue sich großer Beliebtheit, schilderte Schwann.

Auch im Einkaufszentrum Eisenstadt verzeichnete man bereits seit 9.00 Uhr eine gute Kundenfrequenz, "obwohl das Wetter eigentlich relativ schön ist für den ersten Advent", meinte Karin Perger von der Zentrumsleitung: "Die Leute kaufen, das sieht man. Momentan sind wir zufrieden." Die Parkplätze - knapp 700 stehen zur Verfügung - seien gut gefüllt. Für die jüngsten Besucher gab es am Samstag die Möglichkeit, an einem Fotoshooting teilzunehmen, auch eine Hüpfburg war aufgebaut.

Deko dürfte gut ankommen

Im Einkaufszentrum Oberwart sei man bereits am Black Friday mit bis zum Abend rund 22.000 Menschen, die intensiv geshoppt und geschaut hätten, sehr positiv in das Weihnachtsgeschäft gestartet, so Centermanagerin Alexandra Wieseneder. Es sei bereits zu spüren - und an den Einkauftaschen zu sehen - dass intensiv gekauft wird. Gutscheine gingen wieder sehr stark, ebenso Spielzeug, Parfüm und Kleidung.

Die Piazza im Einkaufszentrum hat sich in einen Weihnachtsmarkt mit Ständen verwandelt. "Die Dekoration an sich lockt auch schon viele ins Haus", sagte Wieseneder. Der Black Friday bringe eine andere Energie mit als früher, wo man an den ersten Adventwochenenden zwar gesehen habe, dass die Leute kamen und schauten, aber noch nicht gleich kauften.

Man könne natürlich nie einschätzen, wie viel man sich durch diese Aktionstage eigentlich vom klassischen Weihnachtsgeschäft die folgenden drei Wochen vielleicht schon vorwegnehme. "Die Rechnung kann man seriös erst am Schluss machen. Wir sind sehr guter Dinge", meinte die Centermanagerin.

Neun von zehn Burgenländern kaufen heuer Weihnachtsgeschenke und beabsichtigen, dafür im Schnitt rund 350 Euro auszugeben, hat die Wirtschaftskammer Burgenland in einer Umfrage erhoben. An der Spitze des Geschenke-Rankings liegen Kleidung und Bücher, gefolgt von Gutscheinen, Geld und Spielwaren. Knapp nicht in die Top Ten geschafft habe es diesmal Schmuck.

Elf Prozent der Burgenländer machen keine Weihnachtgeschenke. Etwas geringer ausfallen dürfte auch der Anteil der "Late-Christmas-Shopper": Vier von zehn Befragten haben vor, erst in der zweiten Dezemberhälfte oder kurz vor dem Heiligen Abend aktiv zu werden, im Vorjahr waren es mit 44 Prozent noch etwas mehr.