Projekt zur Beschäftigung von Arbeitslosen über 50. Im Burgenland starten Land und AMS ein Projekt, bei dem Gemeinden unterstützt werden, wenn sie Menschen über 50 Jahren beschäftigen, die bereits ein Jahr arbeitslos sind.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 17. Januar 2020 (13:30)
AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl und Arbeitsmarktlandesrat Christian Illedits.
Gollubics

Mit der Initiative "Chance 50 plus" sollen 50 Personen für ein Jahr in Beschäftigung gebracht werden, erläuterte Soziallandesrat Christian Illedits am Freitag. Die Kosten von 1,2 Mio. Euro teilen sich Land und AMS je zur Hälfte.

Die Teilnehmer werden von den Gemeinden angestellt. Neun Monate finanzieren Land und AMS die Lohn- und Lohnnebenkosten, weitere drei Monate sollen die Gemeinden die Langzeitarbeitslosen beschäftigen, so Illedits. Eine Bedingung sei, dass 50 Prozent der Anstellungszeit für gemeinnützige Vereine aufgewendet werde müssen. "Überwiegend sollen diese Leute in handwerklicher Verwendung angestellt werden", sagte Illedits. Die Einstufung der Mitarbeiter erfolge nach dem Gemeindebedienstetengesetz.

Das Projekt ist eine Nachfolge für die vom Bund eingestellte "Aktion 20.000", die sich an die selbe Zielgruppe wendet. Ansuchen können ab 15. Februar gestellt werden, die Frist läuft bis Ende Juli, erläuterte der Landesrat. "Wir wissen aus der Aktion 20.000, dass 30 Prozent der Teilnehmer oder der geförderten Personen im Anschluss auch weiterbeschäftigt wurden", stellte AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl fest.

"Ich würde den Gemeinden empfehlen, rasch in die Gänge zu kommen und sich zu melden", so Sengstbratl. Bei der Aktion 20.000 waren im Burgenland 214 Plätze zur Verfügung gestanden. Die neue Aktion sei zwar nicht ganz so attraktiv, weil die Gemeinden etwas dazuzahlen müssten. "Aber wir gehen schon davon aus, dass wir mit Leichtigkeit diese 50 Plätze bis 1. Juli besetzt haben", meinte die AMS-Chefin.