Burgenland startet Breitband-Strategie 2030. Im Burgenland soll bis zum Jahr 2030 jeder Haushalt mit Breitband-Internet versorgt werden. Das ist das Ziel der Breitband-Strategie 2030, die Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) gemeinsam mit Energie Burgenland-Chef Stephan Sharma am Montag präsentierte. Weiße Flecken gebe es vor allem noch in den südlichen Bezirken. In einer ersten Phase sollen 30 Mio. Euro, unter anderem aus Förderungen, investiert werden.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 22. Februar 2021 (12:21)
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Im Burgenland verfügen laut Schneemann 89 Prozent der Privathaushalte über Breitbandinternet. "Hochleistungsfähiges Internet ist die Grundlage für Wachstum und Wohlstand. Es entscheidet über die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes", betonte der Landesrat. Eine starke Netzanbindung forciere Betriebsansiedlungen und reduziere Abwanderung. Haushalte mit schnellem Breitbandinternet auszustatten, sei gerade in der Coronapandemie entscheidend. "Unser erklärtes Ziel ist es, bis 2030 im Burgenland jeden Haushalt mit Highspeed-Breitband-Internet zu versorgen, so Schneemann." Neben einem leistungsstarken Glasfasernetz müsse man im ländlichen Bereich auch auf mobiles Breitband setzen.

"Energie und Internet sind die Basis für unser Leben und für die zukünftige Wirtschaft. Es ist unmöglich, eine Region ohne Internet und Energie zu entwickeln. Als Green Tech Unternehmen ist es unsere Pflicht, dass wir grüne und digitale Produkte für die Gesellschaft anbieten", erklärte Sharma. Wie im Energiebereich soll auch beim Internet jeder das Recht auf eine verlässliche Versorgung haben. Dies sei heute noch nicht überall der Fall.

Stephan Sharma, Vorstandsvorsitzender der Energie Burgenland, mit Landesrat Leonhard Schneemann und Peter Sinowatz, Geschäftsführer der Energie Burgenland Breitband GmbH (EBBG), bei der Präsentation der „Breitbandstrategie Burgenland 2030“
Bgld. Landesmedienservice

In manchen Regionen betrage die Datenübertragung weniger als 30 Megabit pro Sekunde, dies treffe rund zehn Prozent der Haushalte im Burgenland. Gleichzeitig sei das Ziel der EU, eine europäische Gigabit-Gesellschaft zu werden – mit einer Datenübertragung größer 1.000 Megabit pro Sekunde. Vision der Bundesregierung sei es, bis 2030 nahezu 100 Prozent zu erreichen und somit eine österreichische Gigabit-Gesellschaft zu ermöglichen, so Sharma.

Die Energie Burgenland ist technischer und organisatorischer Partner. Für die Umsetzung der Breitbandstrategie sei daher bereits die Energie Burgenland Breitband GmbH gegründet worden mit Peter Sinowatz als Geschäftsführer. Der frühere Netz Burgenland-Geschäftsführer trete allerdings in Ruhestand, sodass die Position nun ausgeschrieben und die Nachfolge im März bekannt gegeben werde.

Nach der Gründung der Breitband Gmbh soll nun ab diesem Jahr in je drei unterversorgten Gemeinden "Fibre to the home" ausgebaut werden. Bis 2023 ist die Glasfaseranbindung von rund 100 bestehenden Mobilfunk-Sendeanlagen geplant, um einen raschen 4G+ bzw. 5G-Ausbau zu unterstützen. Glasfaser-Zugangspunkte für alle burgenländischen Gemeinden sind bis 2025 geplant und bis 2030 eine Glasfaserverfügbarkeit für öffentliche Verwaltungs- und Bildungseinrichtungen sowie Gewerbeparks und Industriestandorte. Über die nächsten operativen Schritte werde Ende März informiert, kündigte Schneemann an.

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