Wirtschaft Burgenland feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Die Wirtschaft Burgenland GmbH (WiBuG) feiert heuer ihr 25-jähriges Bestehen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 13. Dezember 2019 (15:02)
Zogen Bilanz. Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig und Wirtschaft-Burgenland-Geschäftsführer Harald Zagiczek (v.l.).
Wolfgang Millendorfer

Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 habe sich das Burgenland zu einer "modernen und wettbewerbsfähigen Region entwickelt", zog Geschäftsführer Harald Zagiczek am Freitag bei einer Pressekonferenz Bilanz. Die WiBuG sei "Förderstelle und Impulsgeber" der burgenländischen Wirtschaft.

Als "wirtschaftspolitisches Instrument des Landes" kümmere sich die Wirtschaft Burgenland unter anderem um Förderungen, Beteiligungen und Betriebsansiedelungen, sagte Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ). Seit dem Antritt der aktuellen Landesregierung 2015 habe sie rund 2.300 Förderanträge genehmigt und damit ein Investitionsvolumen von 571 Mio. Euro ausgelöst, zog Petschnig Bilanz über die Legislaturperiode.

"Das ist ein solider Wert"

2019 lag das Fördervolumen laut Petschnig bei rund 116 Mio. Euro und damit unter dem Rekordwert von 189 Millionen im Jahr 2018. "Das ist ein solider Wert, der zeigt: Auch wenn die Konjunktur etwas abflaut, blicken die Unternehmer ganz offensichtlich optimistisch in die Zukunft und nehmen Geld in die Hand", betonte der Wirtschaftslandesrat.

Zudem wurden laut Zagiczek seit 2015 insgesamt 69 Haftungen ausgesprochen. 33 Betriebe hätten sich in dieser Zeitspanne im Burgenland neu angesiedelt und 2.200 neue Arbeitsplätze mit sich gebracht. Große Ansiedelungen seien etwa XXXLutz in Zurndorf und Schlumberger in Müllendorf. Ein zentrales Ziel der WiBuG sei auch die Schaffung von modernen und attraktiven Arbeitsplätzen.

Gegründet wurde die WiBuG 1994 vor allem aufgrund des EU-Beitritts Österreichs. "Es ging um die Umsetzung der EU-Förderprogramme", betonte Zagiczek. Mit der WiBuG sollten die Fördermittel optimal ausgenutzt werden. Derzeit erhalte man für 2014 bis 2020 einen "höheren zweistelligen Millionen-Betrag" von der EU, sagte Petschnig.

"Der Status der Übergangsregion wird uns aber nicht ewig erhalten bleiben. Wir haben einen Aufholprozess hingelegt. Irgendwann werden diese Mittel auf ein normales Maß österreichischer Bundesländer zurückgehen", betonte der Wirtschaftslandesrat.

Neben den Förderungen bemühe sich das Burgenland etwa um kurze Entscheidungsverfahren, eine positive Grundstimmung, Ausbildungsstätten, Fachkräfte und Lebensqualität, um für Unternehmen attraktiv zu sein, meinte Petschnig. Für das kommende Jahr rechne man mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 bis 1,7 Prozent.