Sicher im Homeoffice. ÖAAB: „Win-win-Situation“ für alle; AK mit Beratungs- und Informationsoffensive für betroffene Burgenländer.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 08. April 2021 (04:11)
AK-Chef Gerhard Michalitsch und Arbeitsinspektions-Amtsleiter Günter Schinkovits 
privat

Arbeiten von Zuhause hat seit Pandemie-Beginn auch im Burgenland enorm an Bedeutung gewonnen. Mit Monatsbeginn ist nun ein neues Home-Office-Gesetz des Bundes in Kraft getreten, das Arbeitgebern wie auch Arbeitnehmern mehr Flexibilität und Planbarkeit sowie steuerrechtliche Vorteile bringen soll, wie es heißt. Homeoffice sei zweifelsohne „gekommen, um zu bleiben“, so ÖAAB-Generalsekretär Christoph Zarits, – das vergangene Jahr habe gezeigt, dass es hier „einen klaren Regelungsbedarf“ gebe.

Um die 30.000 Arbeitnehmer im Burgenland, die zuhause arbeiten können, detailliert zu relevanten Themen informieren und beraten zu können, haben Arbeiterkammer und Arbeitsinspektion nun die Kampagne „Sicher im Homeoffice“ gestartet. Während die AK sich vor allem um die Themen Arbeits- und Sozialrecht sowie Lohnsteuer kümmert, fokussiert sich die Arbeitsinspektion auf Ergonomie und psychische Belastungen. Neben einer eigenen Themenseite auf der AK-Homepage, die bereits online ist, sind unter anderem auch Webinare zur Thematik Homeoffice geplant.

Doch welche Regelungen umfasst das neue Homeoffice-Paket nun im Groben eigentlich? Hier ein kurzer Überblick:

  • Homeoffice bleibt freiwillig und ist schriftlich zu regeln – entweder als Betriebsvereinbarung oder als Einzelvertrag.
  • Ein Kostenersatz des Arbeitgebers an die Arbeitnehmer ist bis 300 Euro steuerfrei.
  • Eigene Anschaffungen von Homeoffice-Möbeln können bis 300 Euro als Werbungskosten abgesetzt werden.
  • Im Homeoffice gilt als Arbeitsplatz eine „Wohnung“, aber etwa kein Kaffeehaus.
  • Sämtliche Arbeitszeit- und Arbeitsruhegesetzbestimmungen gelten auch fürs Homeoffice. Und: Die Corona-Regelung bei der Unfallversicherung wird zum Dauerrecht.