Rauchen: Wirtesprecher Pulker will weiter Ausnahmen. Ab 1. November gilt generelles Rauchverbot. WKÖ kämpft um Sonderregelung.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 07. Oktober 2019 (11:48)
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Das generelle Rauchverbot in der Gastronomie kommt per 1. November 2019. Die Wirtschaftskammer setzt sich für eine Last-Minute-Ausnahmeregelung ein.

Ist das letzte Wort in Sachen generelles Rauchverbot in der Gastronomie noch nicht gesprochen? Die Wirtschaftskammer jedenfalls macht mit einer Reihe von Forderungen nach Ausnahmeregelungen von sich hören.

Der Stein des Anstoßes: In der Vorwoche hat die Vereinigung der Shishabarbetreiber angekündigt, beim Verfassungsgerichtshof einen Antrag einzubringen, dass Shisha-Bars vom Nichtrauchergesetz ausgenommen werden.

„Wir wollen einen Raum innerhalb von gastronomischen Betriebsanlagen, in dem kein Service stattfindet, wo geraucht werden darf.“ Wirtesprecher Mario Pulker

Die Begründung: Die Existenzberechtigung einer Shishabar sei eben das Rauchen einer Wasserpfeife dort – aus keinem anderen Zweck gingen die Besucher in eine Shishabar, Nichtraucher kämen gar nicht.

Steppenseestudio
Wirtesprecher Mario Pulker aus NÖ.

Der Wirtesprecher in der Wirtschaftskammer Österreich, Mario Pulker, geht davon aus, dass von den 500 Shishabars in Österreich rund 50 in Niederösterreich liegen. Er fordert jedoch nicht nur Ausnahmen für Shishabars vom generellen Rauchverbot in der Gastronomie. Auch kleine Cafés oder Bars, die Ein-Personen-Lokale sind und keine Lehrlinge beschäftigten, sollten laut ihm weiter als Raucherlokale geführt werden.

Generell will er für die gesamte Gastronomie die Möglichkeit von Raucherräumen, wie in der Hotellerie, durchsetzen. „Wir wollen einen Raum innerhalb von gastronomischen Betriebsanlagen, in dem kein Service stattfindet, wo geraucht werden darf.“ Und: Der Lärm, den Raucher vor Nichtraucherlokalen machen, soll nicht dem Lokal zugerechnet werden können.

Allzu viel Hoffnung auf die Umsetzung dieser Ausnahmeregelungen hat Pulker aber nicht. „Es schaut nicht danach aus.“