Eisenstadt

Update am 13. März 2018, 09:55

von Nina Sorger

Landwirtschaftskammer: ÖVP legt ein Mandat zu .

60.515 Mitglieder der Burgenländischen Landwirtschaftskammer waren am Sonntag zur Wahl aufgerufen. Rund 39 Prozent davon gingen zur Wahl, die folgendes Ergebnis brachte:
Die meisten Stimmen gingen an den ÖVP-Bauernbund. Dieser erreichte 72,1 Prozent der Stimmen. Gegenüber der Wahl im Jahr 2013 entspricht das einem Minus von 1,2 Prozent.
Zweitstärkste wurden die SPÖ- Bauern mit 23,6    Prozent, sie mussten ein Minus von 3,2 Prozent hinnehmen.

Die Freiheitliche Bauernschaft erreichte 3,7 Prozent der Stimmen und verpasst damit die nötige Hürde von fünf Prozent. Die Grünen Bäuerinnen und Bauern, die nur im Wahlkreis Oberwart und Güssing angetreten waren, kommen auf 0,6 Prozent der Stimmen. 2013 waren weder Grüne noch FPÖ angetreten. Der Bauernbund hat somit 24 der 32 Mandate, die SPÖ-Bauern acht Mandate.

ÖVP-Spitzenkandidat Nikolaus Berlakovich freut sich: „Für den Bauernbund der ÖVP ist es natürlich sehr erfreulich – vor allem bei der viel größeren Konkurrenz im Vergleich zur vergangenen Wahl – dass es gelungen ist, das hohe Niveau zu halten. Das ist für uns eine Bestätigung, dass wir den richtigen Kurs gegangen sind.“

Mit ihm jubelt ÖVP-Parteiobmann Thomas Steiner: „Das ist ein tolles Ergebnis: Trotz schwieriger Ausgangslage hat Niki Berlakovich mit seinen Kandidaten das Mandatsergebnis nicht nur halten können, sondern sogar ausgebaut.“ SPÖ Spitzenkandidat Michael Glauber hoffte auch nach der Auszählung der Briefwähler und meinte sinngemäß, dass das Prozedere noch nicht ganz abgeschlossen sei: „Wir können hoffen, sind aber nicht sehr hoffnungsvoll…“

SP-Geschäftsführer Dax: „Die Wahlbeteiligung ist erschreckend niedrig! Viele Wahlberechtigte wissen gar nicht, dass sie wählen können! Wir müssen schauen, ob das Landwirtschafts-Gesetz und die Wahlmodalitäten noch zeitgemäß sind! Hier hoffen wir, dass der künftige Präsident Berlakovich einschwenkt, und einsieht, dass manche Dinge nicht mehr zeitgemäß sind.“ Steiner (ÖVP) kontert: „Es ist bedenklich, wenn eine Partei die eigenen Verluste mit einem Fehler im Wahlmodus wegargumentieren möchte. Wenn man sich die Wahlbeteiligung etwa bei der Arbeiterkammerwahl ansieht, dann merkt man, dass diese etwa im selben Bereich sind.“

Das Ergebnis:

ÖVP: 72,42 % (-1,24%) 24 Mandate

SPÖ: 23,14 % (-3,19%) 8 Mandaten

FPÖ: 3,81% (-) -

Grüne: 0,62% (-) –

 

Gesammelte Stimmen zur Wahl:

ÖVP Spitzenkandidat Nikolaus Berlakovich freut sich: „Für den Bauernbund der ÖVP ist es natürlich sehr erfreulich – vor allem bei der viel größeren Konkurrenz im Vergleich zu vergangenen Wahl – dass es gelungen ist, das hohe Niveau zu halten. Das ist für uns eine Bestätigung, dass wir den richtigen Kurs gegangen sind.“

SPÖ Spitzenkandidat Michael Glauber: „Wir sind zum Teil zufrieden. Es sind noch 1200 Wahlkarten draußen, was noch kommt, werden wir morgen nach der Auszählung sehen. Vor fünf Jahren hatten wir nach der Auszählung der Wahlkarten ein weiteres Mandat. Mal schauen, was morgen ist.“

ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner : „Das ist ein sensationelles Ergebnis: Trotz schwieriger Ausgangslage hat Niki Berlakovich mit seinen Kandidaten das Mandatsergebnis nicht nur halten können, sondern sogar ausgebaut.“

SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Dax: „Wir hoffen, dass wir mit der Auszählung der Wahlkarten das Ergebnis doch noch verbessern können. Die Wahlbeteiligung ist mit rund 37 Prozent erschreckend niedrig! Viele Wahlberechtigte wissen gar nicht, dass sie wählen können! Das muss sich unbedingt ändern. Wir müssen schauen ob das LWK-Gesetz und die Wahlmodalitäten noch zeitgemäß sind!

Bundesgeschäftsführer der SPÖ Bauern Matthias Friedrich: „Jetzt gilt es das Vertrauen der Bauern und Bäurinnen zurückzugewinnen. Wir bekennen uns zur klein- und mittelstrukturierten Landwirtschaft. Gemeinsam mit allen Parteien wollen wir jetzt das Beste für die Bevölkerung herauszuholen.“

Der amtierende Präsident der Landwirtschaftskammer Franz Stefan Hautzinger betonte, dass in den vergangenen fünf Jahren die Zusammenarbeit zwischen den Kammerräten des ÖVP-Bauernbundes und der SPÖ-Bauern sehr sachlich und konstruktiv war. Er giebt seiner Hoffnung Ausdruck, dass auch die Arbeit zwischen den Fraktionen in der neuen Vollversammlung im Interesse der burgenländischen Bäuerinnen und Bauern sein wird.

 

Detailergebnisse auf https://www.burgenland.at/news-detail/news/vorlaeufiges-ergebnis-der-lwk-wahl-2018/ ​​​​