AK-Studie: Lernen kostet mehr

Mehrausgaben für Eltern infolge Corona – Hauptgrund: technische Anschaffungen; AK will Sonderzahlung zur Familienbeihilfe.

Alexandra Gollubics-Prath Erstellt am 16. September 2021 | 02:22
bvz37ag_schulkosten
Sicherer Schulbesuch mit weniger finanziellen Sorgen. AK-Präsident Gerhard Michalitsch mit Konstantin und Elina sowie Claudia Kreiner-Ebinger.
Foto: AK Burgenland

Tiefer als sonst in die Tasche greifen mussten im vergangenen Schuljahr und im Sommer 2020 Eltern im Burgenland: Über 2.000 Euro haben sie für Schulkosten ihrer Kinder ausgegeben, wie die jüngste Befragung zum Thema durch das Forschungsinstitut SORA im Auftrag der Arbeiterkammern ergab, – österreichweit nahmen knapp 3.000 Eltern teil.

Im vergangenen Juli gaben zwei Drittel der befragten burgenländischen Eltern an, dass die Schulkosten im Vergleich zu den Jahren davor gestiegen seien. Größter Pandemie-bedingter Kostenpunkt mit 457 Euro: Computer, Tablets und EDV. Gerade in der Corona-Krise hätten es Kinder ohne entsprechende EDV-Geräte im Homeschooling ungleich schwerer gehabt, betont Claudia Kreiner-Ebinger, Leiterin der Bildungsabteilung der Arbeiterkammer. Die AK Burgenland habe daher in zwei Aktionen Laptops für die burgenländischen Berufsschulen angeschafft, um Lehrlinge auf diesem Weg zu unterstützen.

Um krisenbedingte Mehrausgaben abzugelten, fordere die AK zudem eine 200 Euro-Bonuszahlung zur Familienbeihilfe, so Präsident Gerhard Michalitsch.