Breitenbrunn

Erstellt am 07. Dezember 2018, 07:11

von BVZ Redaktion

Yachtclub Breitenbrunn: Doch keine Einigung. Der YCBb stimmt der Vereinbarung, die Esterhazy und Sportunion trafen, nicht zu – Zukunft ist weiter ungewiss.

Unsicher. Gericht entscheidet über Rechtslage des YCBb.  |  Sigrid Janisch

Der Yachtclub Breitenbrunn (YCBb) willigt nicht in die von Esterhazy Immobilien und Sportunion ausverhandelte Einigung ein. Darin wurde festgelegt, dass „die Sportunion für Veranstaltungen modulartig Flächen und Gebäude im Yachtclub-Bereich mieten kann“, so eine Sprecherin der Esterhazy Immobilien. Zur Durchführung braucht es aber einen Verein, etwa den YCBb. Dieser ist aber gegen die Bedingungen.

Club-Präsident: Wäre „ein Tod auf Raten“

„Die nötige Infrastruktur und Übernachtungsmöglichkeiten (Anm. Kabanen) werden abgerissen. Der Verein verliert auch seinen Hafenzugang und kann damit seinen Mitgliedern nicht einmal mehr einen Bootsliegeplatz garantieren. Dies würde ihn finanziell ruinieren, da mit den Liegeplatzgebühren die Steganlagen erhalten und Breitensportevents zumindest teilweise querfinanziert werden. Da die Vereinbarung auch nur bis nächsten Oktober geht, ist die Lage für die Mitglieder unsicher und wir verlieren sie über kurz oder lang“, meint Yachtclub-Präsident Walter Bajons: „Ein Tod auf Raten.“

Zur Vorgeschichte: Der Pachtvertrag zwischen Gemeinde und Esterhazy endet mit 31. Dezember. „Damit endet auch der Subpachtvertrag zwischen Gemeinde und Yachtclub“, erklärt die Esterhazy-Sprecherin. So stehe es auch im Vertrag von 1970: „Der Yachtclub bestätigt, dass ihm die Bestimmungen des zwischen dem Grundbesitzer Herrn Dr. Paul Esterházy und der Gemeinde abgeschlossenen Hauptpachtvertrages bekannt sind und verpflichtet sich zu deren pünktlichen Einhaltung“.

Der YCBb müsse bis 31.12.2018 „Clubgebäude wie die Kabanen zurückstellen“, also räumen. Bajons sieht dies anders: „Da wir jahrzehntelang den Bestandzins direkt an Esterhazy gezahlt haben, wurde es für uns rechtlich ein Hauptmietvertrag. Wir zahlen weiter und bleiben vorläufig hier.“ Daher müsse man direkt mit dem YCBb verhandeln. Auf dem Gelände sollen Lodges für Urlauber errichtet werden.

Yachtclub will weitere Gespräche führen

„Es gab Alternativvorschläge, wo man den Yachtclub unterbringen kann. Da wir keinen befugten Ansprechpartner fanden, wurden die Gespräche letztlich beendet“, so die Esterhazy-Sprecherin. Die Sportunion schaltete sich als Vermittler ein und zeigt sich enttäuscht über die Ablehnung. „Wir können die Befürchtungen nachvollziehen. Es gab bei der Befristung aber durchaus die Möglichkeit auf eine Verlängerung. Bis dahin hätte man vielleicht eine längerfristige Lösung gefunden“, so Sportunion-Präsidentin Karin Ofner. Die Sportunion ziehe sich nun zurück, stehe aber in sportlichen Belangen hinter dem Verein.

Bajons: „Mit der vorgelegten Vereinbarung wären wir nur mehr noch geduldete Gäste auf unserem Gelände gewesen.“ Er schickte einen Brief an Esterhazy, in dem er seine Argumentation darlegt und erklärt, dass er Gespräche führen will. „Wir haben darauf ein Antwortschreiben erhalten, laut dem wir bis 31. Dezember das Gelände räumen müssen. Erst dann würde mit uns weiter verhandelt“, erklärt Bajons sinngemäß den Inhalt. Das Schreiben werde nun juristisch geprüft, so Bajons.