Streit wegen Wohnbau in Eisenstädter Mandelallee. Die FPÖ kritisiert das Bauprojekt in der Mandelallee und spricht von „unkontrolliertem Zupflastern“. Michael Bieber kontert: Von „zupflastern“ könne nicht die Rede sein.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 19. September 2019 (11:05)
Markus Wagentristl
Zankapfel. Die Kleinhöfleiner Mandelallee wird bald zur Baustelle, sehr zum Ärger der FPÖ.

Die FPÖ um Neo-Ortschef Thomas Schöller schlägt Alarm: Das Österreichische Siedlungswerk, ein Bauträger aus Wien, soll ein drei Hektar großes Gebiet bei der Mandelallee (Bründlfeldweg) gekauft haben um Wohnungen zu bauen. „Das unkontrollierte Zupflastern der Landeshauptstadt, geht mittlerweile so weit, dass ein Verlust ihres Charakters droht“, befürchtet Schöller.

Die Stadt, schließt er seine Kritik, würde sich nicht an den eigenen Stadtentwicklungsplan STEP 2030 halten: „Eisenstadt hat bereits 600 Einwohner mehr als geplant. Es wäre Zeit, die Pause-Taste zu drücken – wie es bereits viele andere burgenländische Gemeinden tun.“

„Zubetonieren“ oder Grünflächen?

Im Rathaus sieht man das freilich anders. ÖVP-Klubobmann Michael Bieber kritisiert die von der FPÖ getätigten Aussagen. Weder würden die von Schöller genannten Ausmaße der Grundflächen stimmen, noch handle es sich um ein unkontrolliertes Betonieren.

 „Nach einem zweijährigen Prozess, werden dort in einem seit Jahrzehnten gewidmeten Bauland zweigeschoßige Gebäude entstehen und sich damit in einer Bauhöhe eines Einfamilienhauses befinden. Für Grünflächen wird gesorgt“, so Bieber und schließt: „Seit Thomas Steiner Bürgermeister ist, wurden praktisch keine Neuwidmungen durchgeführt. Auf dieser bereits zuvor gewidmeten Bauflächen einfach eine Bautätigkeit nicht zu genehmigen, wäre glatter Amtsmissbrauch.“