Neusiedler See , Eisenstadt , Bezirk Eisenstadt

Erstellt am 13. Februar 2019, 05:52

von BVZ Redaktion

Masterplan Neusiedler See mit Bevölkerung diskutiert. Die Bevölkerung wurde kürzlich eingeladen, an einer Diskussionsrunde für einen Entwicklungsplan für die Region um den Neusiedler See teilzunehmen.

Info. Peter Zinggl, Hannes Schaffer, Astrid Eisenkopf, Hans Niessl und Erwin Preiner (v.l.) stellten sich den Fragen und Anregungen.  |  Sigrid Janisch

Zugehört. Peter Zinggl vom Hauptreferat Landesplanung.  |  Sigrid Janisch

Viele Besucher konnten die Organisatoren des Informations- und Diskussionsabends rund um den „Masterplan Neusiedler See“ im Eisenstädter Kulturzentrum begrüßen, zu dem Peter Zinggl, Leiter des Hauptreferats Landesplanung von der Burgenländischen Landesregierung, mit Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ) sowie Hannes Schaffer von mecca Consulting, die mit der Erstellung des Plans beauftragt sind, luden. In dem Plan sollen Richtlinien für die weitere Entwicklung der Region rund um den Neusiedler See festgelegt werden.

Diese könnten dann Ausgangspunkt für rechtsverbindliche Verordnungen sein. „Dazu werden alle Verantwortungsträger, NGOs sowie die Bevölkerung miteinbezogen“, erklärt Landeshauptmann Hans Niessl und sagt weiter: „Es wird sowohl auf eine intakte Natur wie eine gute wirtschaftliche Entwicklung Wert gelegt.“

Miteinbezogen. Zu drei Themenschwerpunkten konnten die Besucher ihre Ideen und Ansichten beitragen.  |  BVZ

Der Startschuss dazu fiel im April 2018. Es gab Diskussionsrunden und im Juni 2018 eine Bevölkerungsbefragung in den 27 Gemeinden rund um den See. Für die Menschen ist etwa wichtig, die zwölf Prozent, die rund um den See nicht verbaut sind, als Naturfläche zu erhalten.

In einem ersten Entwurf wurden nun drei Themenbereiche herausgearbeitet: „Im See“, in dem es etwa um die Entwicklung der Bootsfahrt (Soll es eine Anzahlbeschränkung geben oder eine Leistungsbeschränkung der Motoren? Soll auf Elektromotoren umgestiegen werden?) geht, „Am See“, wo etwa touristische Entwicklungen angesprochen werden und „Rund um den See“, wo es auch um die Gemeinden am See geht.

Die Besucher konnten ihre Ideen oder Änderungsvorschläge zu den drei Themenbereichen mit einbringen und direkt mit den Bearbeitern dieser Themen besprechen. Dabei wurden auch Themen, wie die Anfrage bezüglich Hausbootprojekten oder die Problematik der Baulandmobilisierung der Gemeinden angesprochen.

Im Sommer soll der Plan fertiggestellt sein

Auch wurde deutlich, dass ein Verkehrskonzept erwünscht ist oder die „freie Zugängigkeit zu erhalten oder auch auszubauen“, stellte Zinggl nach der Veranstaltung fest.

Ein weiterer Punkt: „Es gibt genug Richtlinien. Die Einhaltung dieser wird aber kaum kontrolliert.“ Bis zum Sommer 2019 soll der Masterplan fertiggestellt sein.