Rauchverbot als Zankapfel. Das Rauchverbot spaltet die Wirte. Die BVZ hat sich umgehört.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 25. Oktober 2019 (05:14)
Raucher. Roman Weigel, Besitzer des Domus in Oggau, ärgert sich über das Rauchverbot, das für viele Wirte ein Sargnagel sei.
zVg

Nach langem Hin und Her ist es seit kurzem Fix: Ab 1. November ist es vorbei mit dem Rauchen in Lokalen. Ob Segen oder Fluch — daran scheiden sich die Geister. Tendenziell sehen Restaurants und gehobene Gastronomie das Verbot gelassen, kleine Bars und Beisln warnen dagegen vor einem bevorstehendem Wirtesterben.

Im Domus in Oggau — ein Nachtlokal, das nur am Wochenende geöffnet hat — sieht man das Rauchverbot als Riesenfehler. „Es ist zum Speiben“, findet Besitzer Roman Weigel klare Worte. Er wird sogar noch deutlicher: „Wir sperren zu, daran wird kein Weg vorbei führen. Die Kunden sagen uns schon jetzt, dass sie eben nicht mehr kommen werden. Unser Klientel besteht fast nur aus Rauchern.“ Weigel selbst ist wie viele seiner Gäste leidenschaftlicher Raucher und Mitglied im 1. Burgenländischen Zigarrenclub. „Wir kämpfen sowieso schon mit Rotz und Wasser ums Überleben“, so Weigel zur ohnehin schon prekären Situation vieler Wirtshäuser. Man werde zwar abwarten, das Ende sei aber „zu 99 Prozent fix“.

Vor der Türe zu rauchen komme nämlich beim Domus nicht in Frage: „Bei uns geht es erst um 22 Uhr los, da sind Anzeigen wegen Lärmbelästigung vorprogrammiert.“ Draußen zu Rauchen sei einfach kein gangbarer Weg für Nachtlokale, so Wiegel weiter.

Als Gewinner der Entwicklung sieht der gebürtige Oggauer, der in Purbach wohnt, die Vereine: Für deren Lokal gelten die Gesetze nämlich nicht, „die haben Narrenfreiheit.“