Bezirk Eisenstadt , Rust am See , Eisenstadt , Donnerskirchen , Trausdorf

Erstellt am 06. Februar 2019, 07:08

von Doris Fischer, Sigrid Janisch und Nina Sorger

Tourismusbilanz: Rust gewann 11.173 Gäste. Die Freistadt konnte mit 11.173 Gästen mehr das größte Nächtigungsplus im Land verzeichnen. St. Margarethen spürte hingegen das Aussetzen der Oper im Steinbruch.

Gästemagnet. Das „Hotel am See“ in Rust brachte der Freistadt einen saftigen Zuwachs bei den Nächtigungen.  |  Sorger

Durchwachsen zeigen sich die Tourismuszahlen für das Vorjahr im Bezirk Eisenstadt. Burgenlandweit gab es laut Statistik Burgenland zwar um 2.933 Ankünfte mehr. Bei den Nächtigungen verzeichnet man aber ein leichtes Minus von 1,4 Prozent.

Über den – in absoluten Zahlen – größten Nächtigungszuwachs des Landes darf sich Rust freuen. 11.173 Übernachtungen mehr gegenüber 2017 bedeuten ein Plus von 7,2 Prozent. Und dieses hat vor allem einen Grund: „Unser neues Hotel am See, das im Juni eröffnet wurde, hat uns viele Gäste gebracht“, freut sich Rusts Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ).

VGStockstudio/Shutterstock.com, Grafik Bischof

Den größten Zuwachs im Bezirk verzeichnet Donnerskirchen mit einem Plus von 7,9 Prozent – also 768 Nächtigungen mehr. „Wir versuchen durch Investitionen in die Freizeitanlagen, dass der Ort für Gäste attraktiv bleibt. Der Zuwachs liegt vermutlich auch an der Neuübernahme des Hotels CheckInn. Nächtigungen in dem Zeitraum wurden nicht miteinbezogen“, so Bürgermeister Johannes Mezgolits. (ÖVP). Jene Ortschaft mit den zweitmeisten Nächtigungen des Bezirks, Mörbisch, darf sich über ein zartes Plus von 2,3 Prozent freuen.

Trausdorf mit dem saftigsten Nächtigungsminus

Auch in der Landeshauptstadt gibt es ein Nächtigungsplus von 2,4 Prozent: „Ich freue mich sehr, dass wir uns vom äußerst negativen Trend des Landes abkapseln konnten und das, obwohl für Eisenstadt der Tagestourismus eine noch viel größere Rolle spielt“, sagt Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP).

Das saftigste Nächtigungsminus mit 22,4 Prozent bzw. 514 Übernachtungen hat Trausdorf. „Wir haben nur ein einziges Hotel im Ort und das macht sein eigenes Business“, lässt Wolfgang Zemlyak, Obmann des Trausdorfer Tourismus- und Marketingvereins wissen.

Das zweitgrößte Minus – 17,7 Prozent bzw. 2.704 Nächtigungen – hat Breitenbrunn, gefolgt von Purbach mit einem Minus von 15,4 Prozent, also 3.825 Übernachtungen weniger. Ebenfalls ein kräftiges Minus von 11,9 Prozent muss man in St. Margarethen hinnehmen, denn im Sommer 2018 wurde keine Oper im Römersteinbruch gespielt, die Konzerte konnten einen durchgehenden Festspielbetrieb nicht ersetzen.

Eine Sonderstellung nimmt Hornstein ein: Die Nächtigungszahlen wurden 2018 nicht berücksichtigt, obwohl es 417 Übernachtungen gab. „Hornstein ist aus der Statistik gefallen, da es keine 1.000 Nächtigungen im Jahr vorweisen kann“, ist aus der Statistik der Landesregierung zu erfahren.