Fertörakos: Ungarn genehmigt den Bau. GRÜNE fordern Landesregierung auf, gegen das Mega-Bauprojekt Einspruch zu erheben.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 07. August 2020 (05:22)
Kritik. GRÜNE Landessprechrin Regina Petrik tritt dafür ein, das Projekt auf ein naturverträgliches Maß zu reduzieren.
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Längere Zeit war es ruhig um das Mega-Bauprojekt in Fertörakos (Ungarn) mitten im Naturschutzgebiet. Doch diese Ruhe war trügerisch. „Wir haben von besorgten Anwohnern in Fertörakos erfahren, dass der gigantische Freizeitkomplex im Naturschutzgebiet eine Baubewilligung erhalten hat“, zeigt sich die GRÜNE Landessprecherin Regina Petrik alarmiert und fordert die Landesregierung zum Handeln auf.

Das Megaprojekt mit 100 Betten, Tennisplätzen, Yachthafen und Freizeitpark samt 800 Parkplätzen wird ohne fristgerechte Einsprüche die komplette Region, das Natura 2000-Gebiet und UNESCO-Welterbe ist, dauerhaft verändern.

Petrik merkt dazu an: „Umweltlandesrätin Eisenkopf muss im Namen des Burgenlandes als direkt Betroffene rasch Einspruch gegen diesen Baubescheid erheben – die Frist läuft bis 14. August. Unser Ziel muss sein, dieses Projekt auf ein naturverträgliches Maß zu reduzieren, denn nur so lässt sich auch der Welterbe-Status erhalten.“

Dass dieser Bescheid mitten im Sommer erteilt wird, ist für Petrik kein Zufall: „In das Oligarchenprojekt sind sowohl Viktor Orbans Tochter als auch sein Schwiegersohn als Immobilienentwickler involviert.“