Eisenstadt

Erstellt am 13. November 2018, 17:30

von Nina Sorger

Was steckt hinter "Umarmungsverbot"?. Ein angebliches „Umarmungsverbot“ in der Neuen Mittelschule Theresianum verursachte vergangene Woche einen medialen Aufruhr. Es hieß, Schülern sei es verboten, einander in den Pausen zu umarmen. „Das ist Unsinn und wurde völlig falsch verstanden“, erklärt NMS-Direktor Johannes Pachinger. Die BVZ hat nachgefragt.

Beengt. Oft blockieren Schüler in den kleinen Pausen die engen Gänge des Theresianums. Direktor Johannes Pachinger (r.) erließ Regelung, um dies zu verhindern.  |  Nina Sorger, BVZ

Sicherheit in schmalen Gängen

Pachinger stellt klar: „Es ist so, dass in den vergangenen Wochen das Herumrennen in den kleinen Pausen in einem Ausmaß stattgefunden hat, das in den schmalen Gängen nicht zumutbar war. Schüler sind von einem Stockwerk ins nächste gerannt, nur um die beste Freundin zu treffen. Die Schüler und Lehrer, die tatsächlich die Klasse wechseln mussten, kamen in dem Gedränge kaum voran. Daher haben wir als Richtlinie angegeben, die Schüler sollen in den kleinen Pausen bitte in ihren Klassen und Stockwerken bleiben.“ Der Schulleiter beruft sich auf die Aufsichtspflicht:

„Damit der Schulalltag funktioniert, gibt es eben gewissen Regeln und Vereinbarungen. Unser Interesse muss es sein, dass es den Kindern gut geht und dass ihre Sicherheit gewährleistet ist. In der Vergangenheit kam es bereits zu Unfällen im überfüllten Gang. Auch darum haben wir uns zu dieser neuen Regelung entschlossen.“ (NMS-Direktor Johannes Pachinger)

 

Wie kams zur Annahme, dass es sich gleich um „Umarmungsverbot“ handelt?

„Ich bin in die Klassen gegangen, um zu erklären, warum es diese neue Regel gibt, da sagten manche Schülerinnen schon: ,Dann darf ich ja gar nicht mehr meine Freundin umarmen gehen.‘ Vermutlich wurde das dann hochgespielt.“ Fakt sei allerdings:

Die Schüler können sich auch weiterhin in den Pausen treffen, umarmen, im Innenhof spielen oder in die bewegte Pause gehen. Wenn man erwischt wird, gibt es kein Telefonat mit den Eltern und gar nichts“ (NMS-Direktor Johannes Pachinger)

Für Elternverein "kein Thema"

Die Schule wandte sich nun mit einem Schreiben an die Eltern, in dem ihnen angeboten wird, „Kontakt aufzunehmen, wenn eine Regelung für Sie nicht klar ist oder Sie eine Information hinterfragen wollen“. Für die Obfrau des Elternvereins, Christina Leeb-Steiner, ist das Ganze „kein Thema“ mehr und ergänzt: „Die Schulleitung ist bemüht, alles mit Augenmaß zu machen.“