Nach Unfall mit Zug in Eisenstadt: Schranken gefordert. Eisenstadts Bürgermeister wünscht sich Schrankenanlage bei Bahnübergang in der Eisbachstraße. Land lässt prüfen.

Von Doris Fischer. Erstellt am 02. Juli 2020 (04:22)
Im Einsatz. Die Feuerwehren Kleinhöflein und Eisenstadt rückten zum Unfallort aus. Laut Alarmierung sollte eine Person im Auto eingeklemmt gewesen sein.
zVg

Nachdem es zu Wochenbeginn zu einem Unfall am unbeschrankten Bahnübergang Eisbachstraße gekommen war, wird vonseiten Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) die Forderung nach einer Schrankenanlage laut. Glücklicherweise wurde bei dem Zusammenstoß in den Morgenstunden niemand verletzt. Es blieb bei geringem Sachschaden. Die alarmierten Feuerwehren konnten relativ rasch wieder einrücken.

Eisenbahnbehörde ist zuständig

„Diesmal gab es zum Glück keine Verletzten oder Todesopfer, dennoch müssen die ÖBB jetzt dort endlich für mehr Verkehrssicherheit sorgen! Diese Eisenbahnkreuzung muss dringend entschärft werden“, sagt Bürgermeister Thomas Steiner.

Die Freistadt Eisenstadt hat sich bereits in den vergangenen Jahren für die Sicherung der Eisenbahnkreuzungen engagiert und 2018 selbst für eine Schrankenanlage bei der Spange Süd (Siegfried Marcus Straße) gesorgt. Die Kosten wurden dabei zur Gänze von der Stadt getragen.

Als nicht zuständig zeigen sich die ÖBB: „Die Sicherungsart an einer Eisenbahnkreuzung wird durch die zuständige Eisenbahnbehörde – bei einer Verhandlung vor Ort individuell – festgelegt. Das heißt, verantwortlich für die Art der Sicherung sind nicht die ÖBB, sondern die Eisenbahnbehörde, sprich das Land“, stellt ÖBB-Sprecher Christopher Seif klar.

Und dazu heißt es aus dem Büro des zuständigen Landesrates Heinrich Dorner: „Wir nehmen den Vorfall zum Anlass, um im Sinne der Eisenbahnkreuzungsverordnung eine Verkehrssicherheitsprüfung einzuleiten. Diese soll so rasch wie möglich stattfinden.“