Der Ursprung von Allerheiligen. Ursprünglich ging es zu Allerheililgen nicht darum, Kerzen für seine Liebsten anzuzünden.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 10. November 2019 (06:00)
Allerheiligen in Donnerskirchen. Bürgermeister Johannes Mezgolits und Pfarrer Günther Kroiss feierten in Donnerskirchen Allerheilligen und gedachten sowohl der Verstorbenen, als auch aller Heiligen.
Lisa Zehetbauer

Seinen Ursprung hat das Hochfest Allerheiligen bereits zu Beginn des 4. Jahrhunderts, wo es in der griechischen Kirche am Sonntag nach Pfingsten gefeiert wurde, um das Andenken der Märtyrer zu ehren (als Herrentag aller Heiligen).

Auch vorher gab es schon jährliche Gedenktage für Verstorbene, nur galt es gerade bei der Fülle der Märtyrer nach den Verfolgungen keinen zu vergessen. Am 13. Mai des Jahres 609 weihte Papst Bonifatius IV. das frühere Heiligtum der römischen Götterwelt, das Pantheon in Rom, zur Kirche und stellte es unter das Patronat der Jungfrau Maria sowie aller Heiliger.

Seit 839 wird der Feiertag begangen

Zudem gebot er eine jährliche Feier am Freitag nach Ostern, womit ein Gedenken an alle Heiligen auch in der westlichen Kirche allmählich Einzug hielt. Dann weihte Papst Gregor III. eine Kapelle in der Basilika St. Peter in Rom allen Heiligen und legte den Feiertag auf den 1. November. Ab dem Ende des 8. Jahrhunderts wurde das Fest bereits in Frankreich gefeiert und im Jahr 839 dehnte Papst Gregor IV. diesen Gedächtnistag schließlich auf die gesamte Kirche aus.

Seit diesem Zeitpunkt wird Allerheiligen und Allerseelen an den ersten beiden Novembertagen eines jeden Jahres gefeiert. An Allerheiligen wird neben den offiziell heiliggesprochenen Menschen auch all jenen gedacht, die im verborgenen heilig gelebt haben bzw. von den unzählig namentlich nicht bekannten Heiligen.

So wird dieser Brauch auch in Donnerskirchen gehegt und gepflegt. Die Marktgemeinde Donnerskirchen die Pfarre und der Musikverein 1. Burgenländischen Trachtenkapelle feierten einen gemeinsamen Gedenksgottedienst für alle Opfer von Krieg, Verfolgung und Unterdrückung. Bürgermeister Mezgolits und Pfarrer Günther Kroiss wiesen darauf hin, dass Friede nicht selbstverständlich ist und ständig daran gearbeitet werden muss. Aus der eigenen Geschichte wissen viele noch persönlich was Krieg bedeutet. Fast in jeder Familie gibt es einen Namen und ein Gesicht mit einer viel zu kurzen Lebensgeschichte so Mezgolits.