Bilanz zum Contact Tracing in Eisenstadt. Das Magistrat Eisenstadt zieht zufrieden Bilanz über seinen Einsatz beim Nachverfolgen der Corona-Kontaktpersonen.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 08. Januar 2021 (03:57)
Magistratsdirektorin Gerda Török und Bürgermeister Thomas Steiner loben den Einsatz der Mitarbeiter.
BVZ

Es gibt ja manche Menschen, die telefonieren gerne. Aber was das Contact Tracing-Team des Eisenstädter Magistrats seit März leistet, geht weit über ein Hobby hinaus: 33 Personen telefonierten in einem Dienstrad den Kontaktpersonen von coronapositiv Getesteten hinterher, insgesamt 3.370 Überstunden fielen dabei an.

Die BVZ sprach mit einer jungen Eisenstädterin aus dem Contact Tracing Team über ihre Erfahrungen. Sie rief bis zu 50 Personen pro Schicht an – im Sommer mal weniger, während der ersten und zweiten Welle natürlich mehr. Einen klaren Unterschied zwischen den beiden Wellen im März/April bzw. Winter 2020 hat sie sofort bemerkt: „In der zweiten Welle war wesentlich mehr los, das war kaum noch zu bewältigen!“

Wie reagieren die Menschen, die erfahren, dass sie „K1“ sind, also direkten Kontakt mit einer postitiv gestesten Person haben? „Die meisten haben schon mit dem Anruf gerechnet, weil sie die Kontaktperson schon vorgewarnt haben“, so die Contact Tracerin.

Befolgen denn auch alle die Anweisungen der jungen Magistrats-Mitarbeiterin? „Die meisten Menschen sind freundlich und verständnisvoll, wir sitzen ja alle in einem Boot. Aber es gibt schon immer wieder Menschen, die das auf die leichte Schulter nehmen. Denen müssen wir dann schon verdeutlichen, dass wir im Auftrag einer Gesundheitsbehörde handeln und eine Nicht-Befolgung eine Verwaltungsstrafe nach sich ziehen kann.“ Und das wirkt? „Ja.“ Ihr Wort in Gottes Ohr.