Bewegungsinitiative für radlerfreundliche Stadt. Maßnahmenpaket von ÖVP und Grünen beinhaltet Konzepte für Erschließung von Radwegen in der Stadt sowie Erhöhung des Fußgängeranteils.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. April 2019 (04:12)
Sorger
Radbegeistert. Stadtrat und Stadtradler Michael Freismuth, Bürgermeister Thomas Steiner und Gemeinderätin Anja Haider-Wallner.

Gemeinsam haben ÖVP und Grüne ein Maßnahmenpaket erarbeitet, um Eisenstadt fahrrad- und fußgängerfreundlich zu machen. „In Eisenstadt sind mehr als die Hälfte aller Fahrten mit dem PKW kürzer als fünf Kilometer. Gerade für diese kurzen Wege ist das Rad ein optimales Verkehrsmittel“, so Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP). Gemeinderätin Anja Haider-Wallner (Grüne) ergänzt: „Wer kurze Wege mit dem Rad statt dem Auto fährt, spart CO2, senkt die Feinstaub-Belastung.“

Das Fachkonzept „Unterwegs in Eisenstadt“ beinhaltet die beiden Themengebiete „Mit dem Rad durch Eisenstadt“ und „Zu Fuß durch Eisenstadt“.

„Wir investieren hier jährlich 50.000 Euro in die Offensive für Rad- und Fußverkehr. Bis 2021 fließen also 150.000 Euro in attraktivierende und bewusstseinsbildende Maßnahmen“, erklärt Steiner.

Bis 2021 soll einerseits das Radfahren gegen Einbahnen ermöglicht werden. Außerdem sollen neuralgische Punkte, wie die Kreuzung Hotterweg-Mattersburger Straße oder der Schlossplatz, verbessert werden.

Umgesetzt werden sollen aber auch eine Anbindung vom Bahnhof zur Ruster Straße, Radparkplätze oder Radservicestationen. Ein Radweg durch den Schlosspark wird nun umgesetzt. „Hier wird noch mit Esterhazy verhandelt“, so Steiner. Außerdem wird der Radweg entlang der Ruster Straße ab der Überquerung des Eisbachs verlängert, und entlang der Mandelallee soll ein Radweg nach Kleinhöflein errichtet werden.

Fußgängerleitsystem und Elternhaltestellen

Daneben sind bewusstseinsbildende Maßnahmen geplant, um den Fußgängeranteil in der Stadt zu erhöhen. „Tatsächlich ist es so, dass man in der Stadt zu Fuß manchmal schneller ist als mit dem Auto“, so Steiner.

Dabei sollen Abkürzungen ermöglicht und dadurch Wege in der Stadt gestrafft werden – immerhin verfügt die Stadt über rund 100 Kilometer Straßen. Angedacht sind ein Fußgängerleitsystem und Fußwegkarten. Schulen, Spielplätze, Haltestellen und Rückzugsorte werden in eigenen kindgerechten Karten verpackt.

Vor den Schulen sind Elternhaltestellen und verkehrsberuhigende Maßnahmen angedacht. Ein Ausbau des taktilen Leitsystems und der Abbau von Barrieren sind ebenso in Planung wie die Schaffung neuer Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Die städtischen Gehsteige werden anhand einer Prioritätenliste saniert und teilweise erneuert.