ÖAMTC-Pannenfahrer befreiten Baby aus Auto. Das eigene Kind im Fahrzeug eingesperrt? Dieser Albtraum wurde Mittwochfrüh für Herrn D. aus Eisenstadt wahr.

Von Redaktion BVZ.at. Erstellt am 24. September 2020 (12:06)
ÖAMTC

Die Tochter, zarte drei Monate alt, hatte während der Fahrt zu quengeln begonnen. Ihre Haube war ins Gesicht gerutscht. Herr D. hält an, um seine Tochter zu beruhigen. Als er die hintere Türe wieder schließt und zur Fahrerseite geht, ist das Fahrzeug plötzlich verriegelt.

„Das ist im ersten Moment ein riesen Schock“, erzählt Herr D. „Für die Kleine näherte sich zudem die Essenszeit. Mir war klar: die Zeit läuft!“ Zu seiner Erleichterung befindet sich der ÖAMTC-Stützpunkt in Sichtweite. Er läuft zu Fuß zum Stützpunkt und bittet um rasche Hilfe, die er sofort bekommt. Andreas Hackl und Otto Guszich von der ÖAMTC Pannenhilfe fahren zum Auto, um das Baby schnellstmöglich zu befreien.

Einige Handgriffe später ist Fahrzeug geöffnet. „Auf die Kleine hatte die ganze Aufregung aber wenig Wirkung: Sie schlief ein, während sich die Gelben Engel am Seitenfenster zu schaffen machten“, so der erleichterte Vater.

Ausgesperrt – 30.000 Aufsperr-Einsätze pro Jahr beim ÖAMTC

Für die ÖAMTC-Pannenfahrer sind Aufsperrdienste grundsätzlich Routineeinsätze – rund 30.000 ausgesperrte Autofahrer rufen österreichweit jährlich den Mobilitätsclub. Wenn beispielsweise ein Kind eingesperrt ist, wird der Einsatz nach vorne gereiht und ein Pannenfahrer sofort losgeschickt.

„Auch wenn die Temperaturen im Spätsommer nicht mehr so hoch sind, kann die Sonneneinstrahlung den Innenraum eines Autos stark aufheizen. Das wird für eingesperrte Kinder oder Tiere rasch ungemütlich und möglicherweise sogar lebensgefährlich“, warnt Andreas Hackl. Meistens sperren sich Autofahrer aus, weil sie den Schlüssel im Auto vergessen. Allerdings: „Viele Fahrzeuge sperren automatisch zu, wenn man binnen 30 Sekunden keine Türe öffnet. Generell bringen die Diebstahlvorkehrungen ihrer eigenen Fahrzeuge Autofahrer oft in unangenehme Situationen.“