Eisenstadt

Erstellt am 10. Oktober 2018, 06:30

von Doris Fischer

Pannonischer Tafel droht Aus: „Geld geht uns aus“. Die Pannonische Tafel plagen Geldsorgen. Gründerin und Geschäftsführerin weiß nicht, wie es weitergehen wird.

Unterstützung. Durch die Veranstaltung ihres zweiten Popup-Marktes konnten die Wunderweiber Burgenland einen Reingewinn von 350 Euro erzielen. Elisabeth Nussbaumer, Angelika Buchmayer und Astrid Gruber von den Wunderweibern übergaben den Reinerlös Andrea Roschek von der Pannonischen Tafel (v.r.) und unterstützen damit die Aufrechterhaltung des Betriebes.  |  ZVg

Momentan weiß Andrea Roschek von der Pannonischen Tafel nicht, wie sie den November bestreiten soll. „In den nächsten 14 Tagen muss ein Wunder geschehen“, hofft Roschek auf Geld vom Land. 8.000 Euro braucht sie pro Monat, um den Betrieb der Pannonischen Tafel aufrecht zu erhalten.

Spendenaufruf. Youtuber Michael Buchinger unterstützte die Pannonische Tafel.  |  photospirit.at

„Die Anforderungen werden immer höher, immer mehr Leute brauchen unsere Unterstützung“, versichert die „Chefin“ der Pannonischen Tafel. Finanziell hantelt sie sich von einem Monat zum anderen. „Momentan weiß ich nicht, wie es weitergeht, obwohl wir arbeiten und arbeiten“, so Roschek. Gemeinsam mit ihren 50 ehrenamtlichen Mitarbeitern karrt sie 60 Tonnen Lebensmittel zu den zwei Standpunkten.

Geldspenden werden dringend benötigt

Aus der Not hat sie schon viele Spenden aus dem Boden gestampft. Erst vor Kurzem erhielt sie Besuch von den Youtubern Michael Buchinger und Dariadaria, die gegen eine kleine Spende für Freunde der Pannonischen Tafel aufkochten. „Alleine bei dieser Aktion sind 1.000 Euro hereingekommen“, gibt sich Roschek hoffnungsvoll. Denn aufgeben möchte sie nicht: „Unsere Hilfe wird dringend benötigt. Von der Lebensmittelumverteilung liegt der Fokus jetzt bei Menschen in schwierigen Situationen.“

So ist die Pannonische Tafel auch Anlaufstelle für Obdachlose und psychisch Kranke, Menschen, für die sich niemand zuständig fühlt. Für die Zukunft wünscht sich Roschek einen Sponsor, der ihr unter die Arme greift, etwa bei der Übernahme der Spritkosten für das Tafel-Auto.