Pfahlbauten vor dem Abriss . Die Schilfhütten auf ungarischer Seite des Neusiedler Sees werden abgerissen, verkündete Soprons Bürgermeister.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 08. Januar 2021 (04:32)
BVZ

Bei der jährlichen öffentlichen Anhörung des Soproner Bürgermeisters, Farkas Ciprián, brachte der ungarische Verein „Fertő tó barátai“ („Freunde des Neusiedler Sees“) eine Anfrage zum Bauprojekt auf ungarischer Seite des Sees ein. Dabei wurden die Befürchtungen der ungarischen See-Schützer um Obmann Gyula Major bestätigt: Die Pfahlbauten mit den typisch pannonischen Schilfdächern müssen Platz für den Mega-Bau machen.

„Strohgedeckte Gebäude wurden nicht in die Entwicklungspläne des Projekts aufgenommen, da dies vom Katastrophenmanagement im Hinblick auf den Brandschutz im Entwicklungsgebiet nicht zulässig ist und die aktuelle Standortlösung nicht durch die örtlichen Bauvorschriften gedeckt ist“, wird der Bürgermeister der 62.000 Einwohner starken Stadt im ungarischen Onlineportal 24.hu zitiert (Übersetzung: BVZ). Offen sei derzeit noch die Frage der Ablöse. 2016 wurden die auf 99 Jahre abgeschlossenen Pachtvertrag einseitig vom Staat geändert. Dieser habe nun eine „Option zur sofortigen Kündigung.“

1966 wurden in Fertörakos insgesamt 21 Pfahlbauten gebaut. Zehn davon — darunter das „Haus im See“ von Gastronom Walter Eselböck — brannten im Juni 2017 nieder. Dass viele der Hütten (österreichischen) Privatpersonen gehören, führt der Soproner Ortschef als Argument gegen einen Erhalt der Pfahlbauten an.

Bei der jährlichen öffentlichen Anhörung des Soproner Bürgermeisters, Farkas Ciprián, brachte der ungarische Verein „Fertő tó barátai“ („Freunde des Neusiedler Sees“) eine Anfrage zum Bauprojekt auf ungarischer Seite des Sees ein. Dabei wurden die Befürchtungen der ungarischen See-Schützer um Obmann Gyula Major bestätigt: Die Pfahlbauten mit den typisch pannonischen Schilfdächern müssen Platz für den Mega-Bau machen.

„Strohgedeckte Gebäude wurden nicht in die Entwicklungspläne des Projekts aufgenommen, da dies vom Katastrophenmanagement im Hinblick auf den Brandschutz im Entwicklungsgebiet nicht zulässig ist und die aktuelle Standortlösung nicht durch die örtlichen Bauvorschriften gedeckt ist“, wird der Bürgermeister der 62.000 Einwohner starken Stadt im ungarischen Onlineportal 24.hu zitiert (Übersetzung: BVZ). Offen sei derzeit noch die Frage der Ablöse. 2016 wurden die auf 99 Jahre abgeschlossenen Pachtvertrag einseitig vom Staat geändert. Dieser habe nun eine „Option zur sofortigen Kündigung.“

1966 wurden in Fertörakos insgesamt 21 Pfahlbauten gebaut. Zehn davon — darunter das „Haus im See“ von Gastronom Walter Eselböck — brannten im Juni 2017 nieder. Dass viele der Hütten (österreichischen) Privatpersonen gehören, führt der Soproner Ortschef als Argument gegen einen Erhalt der Pfahlbauten an.