Bezirk Eisenstadt: „Betrieb“ auch im Bordell. Durch die Lockerungen der Coronamaßnahmen dürfen Nachtlokale und Bars bis 23 Uhr öffnen, Bordelle aber nicht. Im Bezirk Eisenstadt waren diese scheinbar dennoch „belebt“. Wir fragten nach.

Von Doris Fischer. Erstellt am 22. Mai 2020 (05:41)
Nicht geöffnet. Die Polizei führte vergangene Woche Kontrollen in Nachtlokalen durch. Es gab Meldungen an die Bezirkshauptmannschaft.
Symbolbild: Bilderbox

Gastronomiebetriebe durften am 15. Mai unter Einhaltung strenger Regeln, wie Abstandhalten oder Tragen von Mund-Nasenschutzmasken, ihren Betrieb wieder aufnehmen. Einem aufmerksamen BVZ-Leser ist aufgefallen, dass in Nachtlokalen im Bezirk wieder einiges los war. Trotz Öffnungsverbotes von Bordellen und Laufhäusern haben im Bezirk Eisenstadt Bordelle geöffnet.

„Die Polizei war vor Ort , wie es scheint sind ihr die Hände gebunden. Es wird gemunkelt, dass es möglich ist , nach 23.00 die Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Das Ganze ist illegale Prostitution!“, schreibt der BVZ-Leser in seiner ersten Stellungnahme zu seinen Beobachtungen.

Vonseiten der Polizei wird der Einsatz bestätigt. „Es hat zwei Kontrollen gegeben. Die Bordelle hatten nicht geöffnet, sondern nur der Barbetrieb“, versichert Polizeisprecher Heinz Heidenreich.

Von einer komplexen Geschichte spricht hingegen Bezirkshauptfrau Franziska Auer. „Das Gastgewerbe darf öffnen, jedoch nicht die Anbahnung der Prostitution“, betont die Bezirkshauptfrau, „der Unterschied ist für einen, der vorbeifährt, schwer zu erkennen.“ Sie sei auf jeden Fall dankbar für jeden Hinweis. Einer jeden Meldung werde nachgegangen. „Gut, dass es gemeldet wurde, damit man der Sache nachgehen kann“, so Auer.