Ein Kommen und Gehen in der Eisenstädter FuZo. In der Fußgängerzone bewegt sich was: Betriebe ziehen um oder schließen, aber es gibt genauso Interessenten für Standorte.

Von Doris Fischer. Erstellt am 05. Februar 2020 (05:29)
Übersiedelt. Seit Kurzem ist das „Schatzkistl“ im EZE. Es gibt schon einen Interessenten für das Objekt.
Doris Fischer

Und wieder haben sich zwei Betriebe aus der Eisenstädter Fußgängerzone verabschiedet. Im Schaufenster des Teehauses gegenüber des Rathauses prangt ein Plakat, das darauf hinweist, dass das Geschäft seinen Standort ins Einkaufszentrum verlegt hat. Ein paar Häuser oberhalb, auf der gegenüberliegenden Seite hat das Wäschemodengeschäft Hunkemöller seit Kurzem geschlossen.

Ausgezogen. Das Wäschemodengeschäft Hunkemöller hat den Standort in der Fußgängerzone geräumt.
Doris Fischer

Und schon bald wird ein weiteres Geschäftslokal leer stehen: Die Raiffeisenfiliale übersiedelt von der Hauptstraße in den Neubau an der Ecke zur Haydngasse, dem ehemaligen Möbelgeschäft Augusta, das jahrelang leer stand. Während die einen Lokale abwandern, entstehen neue. Hergerichtet werden derzeit der ehemalige „Tschank“ und der ehemalige Juwelier Bauer.

„Für das Objekt Teehaus gibt es schon einen Interessenten“, stellt Günter Buchinger von der Immobilienvermarktung und Bauträger GesmbH. (IVB) fest. Aber ansonsten sei es schwierig, die Objekte in der Innenstadt zu vermieten. Und da sei Eisenstadt keine Ausnahme. „Es ist ein österreichweites Phänomen, dass Innenstädte aussterben“, ist sich der Immobilienexperte sicher.

Wie man Abhilfe schaffen kann, weiß Buchinger auch nicht. „Wenn auch wieder mehr Menschen in den Innenstädten wohnen, wird es auch wieder mehr Geschäfte geben, in die die Leute einkaufen gehen“, ist sich Buchinger sicher – genauso wie einer Trendumkehr, dass die Leute wieder mehr auf ihre Innenstädte halten.

„Die Eisenstädter Innenstadt bietet einen hervorragenden Branchenmix und ein einmaliges Einkaufserlebnis“, versichert Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP). Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Stadtmarketings ist die Stadt bemüht, gute Anreize für Geschäftsleute zu schaffen.

„Dazu braucht es aber auch den Willen der Immobilienbesitzer, die Geschäftsflächen in Stand zu halten und zu vermieten“, so Steiner. Dass es funktionieren kann, zeigen, so Steiner, die Beispiele „Hopfen & Söhne, der „Stadttorladen“ oder die Hofpassage mit dem „Weinschwein“ und den angeschlossenen Geschäftsflächen.