Wein-Krone wurde übergeben. Die Weinköniginnen-Krone wandert von St. Margarethen nach Gols: Tatjana I übergab an Susanne I. Sie startet nun in eine der zweifelsohne spannenderen Amtszeiten.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 11. September 2020 (05:57)
Übergabe. Tatjana Cepnik (1.v.l.) aus St. Margarethen übergab die Krone der burgenländischen Weinkönigin an Susanne Riegl aus Gols (2.v.l.). Sie wird unterstützt von den Weinprinzessinnen Jasmin und Claudia.
Hafner

Am Mittwoch, 2. September, wurde die neue Weinkönigin Susanne Riepl aus Gols zur Weinkönigin Susanne I gekrönt. Corona-bedingt erstmals nicht bei den Wein- und Genusstagen Eisenstadt, sondern im kleineren Rahmen im Schloss Esterhazy. Wobei „klein“ im Burgenland eher relativ ist, immerhin kam halb Gols zur Krönung.

„Ich war so dermaßen entspannt, meine Schwester war viel nervöser, die hat bei der Kapelle gespielt“, blieb Susanne I gelassen. Auch der Promi-Kontakt störe sie nicht, verriet sie der BVZ: Über ihr Weingut kenne sie die pannonische Wein-Prominenz schon länger.

Am 5. November kommt allerdings gleich die große Welt – oder zumindest die Teile der Welt, für die die Corona-Ampel grün zeigt – nach Eisenstadt zu Susannes erstem Einsatz, der Bundesweintaufe.

Und privat? „Der Plan ist, an der BOKU mit Agrarwissenschaften zu beginnen. Schauen wir einmal, ob die Corona-Situation das zulässt.“ Eine berühmte Studienkollegin hätte sie: Ihre Vorgängerin, Tatjana Cepnik alias Tatjana I. Sie freut sich schon, sich nach zwei Jahren wieder auf ihr Studium konzentrieren zu können. „Privatleben – das muss ich erst wieder lernen“, lacht die St. Margarethenerin.

Mit ihrer Nachfolgerin ist Tatjana „zu 100 Prozent zufrieden“. Das mache ihr den Abgang wesentlich leichter. Und an die Tafel an der St. Margarethener Ortseinfahrt mit ihrem Konterfei drauf, werde sie sich auch noch gewöhnen. An ihren Promi-Status gewöhnt es sich leichter: „In St. Margarethen kennt sich sowieso jeder.“