A3-Photovoltaik auf Lärmschutzwand?. Nach bayrischem Vorbild kann sich Christoph Wolf Solarzellen zur Stromgewinnung auf Lärmschutzwand vorstellen.

Von Doris Fischer. Erstellt am 10. Oktober 2019 (03:56)
Symbolbild: Shutterstock
Nachhaltig. Geht es nach Christoph Wolf könnten Lärmschutzwände auch anders genutzt werden. Er kann sich vorstellen, auf die Lärmschutzwände Photovolataikanlagen zu installieren, um Strom zu erzeugen.

Was im Nachbarland Bayern (Bundesrepublik Deutschland) vorbildlich funktioniert, könnte es auch schon bald in Österreich, besser gesagt im Burgenland, geben. Auf der Autobahn entlang der bayrischen Ortschaft Neuötting wurden auf die Lärmschutzwände Photovoltaikanlagen monitert. Unter dem Motto „Lärmschutzwall mit Solaranlage“ lässt derzeit Hornsteins Bürgermeister und ÖVP-Landesgeschäftsführer Christoph Wolf aufhorchen.

„Nachhaltigkeit nimmt in unserer Gesellschaft einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir Bewährtes durch Innovationen aufwerten können und so einen schonenderen Umgang mit der Umwelt gewährleisten können“, stellt Wolf fest. So kann er sich vorstellen, Zweckmäßiges mit Sinnvollem zu verbinden und Lärmschutz mit Solarstromerzeugung in einem Objekt zu vereinen.

Neuer Lärmschutz: attraktiv und sinnvoll

Geht es nach Wolf, könnte das Projekt folgendermaßen aussehen: Platz für eine modular aufgebaute Wand, deren Abschnitte aus je drei Teilen bestehen: einem akustischen Dämmsystem unten, einem Acrylglasfenster in der Mitte und Photovoltaikzellen im oberen Teil. Nutznießer des aus Photovoltaikanlagen gewonnenen Stromes könnte laut Wolf „in erster Linie der Betreiber, das könnte die Energie Burgenland oder die Asfinag sein.“ Wie die Asfinag, die für die Autobahn zuständig ist, zu dem Vorschlag von Christoph Wolf steht, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.