Wohnbau-Projekte sprießen aus dem Boden

Erstellt am 04. August 2022 | 04:57
Lesezeit: 3 Min
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Das Bauprojekt in Müllendorf
Foto: Kaiser
In Großhöflein und Müllendorf entstehen mehrere Reihenhäuser und Wohnungen. Bald folgen auch Pflegekompetenzzentren.

Das Nordburgenland wächst rasant. Um dem Bevölkerungswachstum standhalten zu können, wird an allen Ecken und Enden eifrig gebaut — sofern es die Eigentumsverhältnisse zulassen.

Denn bei zwei Statistiken ist das Burgenland trauriger Spitzenreiter: bei unbebauten, bereits gewidmeten Wohnbauflächen sowie bei der Bodenversiegelung pro Kopf. Paradoxerweise klagen dennoch viele Burgenländer über einen Mangel an leistbarem Wohnraum.

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Auf der Eisenstädter Straße entstehen ein Wohnblock mit sechs Wohneinheiten und vier Häuser eines privaten Betreibers.
Foto: Kaiser

In Großhöflein setzt man derzeit die Bemühungen darauf, das bestehende Wohnland zu mobilisieren und mit den Baulandreserven auf unter 30 Prozent zu kommen — also über 70 Prozent der gewidmeten Fläche für Wohngebiete auch tatsächlich zu bebauen und zu nutzen. So etwa auf der Eisenstädter Straße, auf einem Baugrund neben dem berühmten violetten Austria Wien-Haus.

„Ein Bauträger hat das Projekt geplant, eingereicht und weiterverkauft“, erklärt Bürgermeister Heinz Heidenreich. Der private Wohnbau sieht einen Wohnblock mit sechs Wohneinheiten straßenseitig sowie mit vier Häusern im hinteren Bereich des Grundstücks vor.

Einen konkreten Zeitplan habe die Gemeinde nicht, „so wie es derzeit ausschaut wird es wohl irgendwann im nächsten Jahr fertig werden“, so Heidenreich. Die Fläche ist bereits seit längerem gewidmet, neues Bauland wurde in letzter und werde in nächster Zeit nicht gewidmet.

Stillstand nach Bausperre

Auch im Bereich Dammgasse wird gebaut. Besser gesagt: es wurde gebaut. Denn dort wurde aufgrund fehlender Bewilligungen ein Baustopp verhängt, weshalb die Bagger zuletzt ruhen mussten. Mittlerweile könnte zwar wieder gebaut werden, da die Unterlagen nun korrekt nachgereicht wurden, verrät der Ortschef.

Allerdings stehen die Arbeiten dort weiterhin. Vielleicht fehle es an Arbeitskräften oder Baustoffen, wie bei vielen anderen Baustellen, kann auch Heidenreich nur mutmaßen. Hier sollten jedenfalls zwölf Häuser entstehen.

Plegekompetenzzentren für Müllendorf und Großhöflein

Mit dem dritten Wohnbauprojekt in der Pipeline soll schließlich das Ziel, die Baulandreserven auf unter 30 Prozent zu drücken erreicht werden. Wie berichtet baut die OSG im Bereich des Feuerwehrhauses eines der Pflegekompetenzzentren des Landes.

Eigentlich waren auf der gesamten 13.000 Quadratmeter großen Fläche 26 bis 28 Wohneinheiten vorgesehen. 4.500 davon werden nun für die Pflegeeinrichtung verwendet, weshalb nun entsprechend weniger Doppelhäuser gebaut werden.

Gebaut wird auch in der Nachbargemeinde Müllendorf. Neben einem Wohnbauprojekt an der Kreuzung Hauptstraße/Bahnstraße entsteht auch hier ein Pflegekompetenzzentrum des Landes. Wo genau will der Ortschef erst in den nächsten Wochen verraten, wie er via Facebook-Video ankündigt.

Das Land übernehme dafür sämtliche Kosten, zudem komme die Gemeinde durch den Grundstücksverkauf sogar zu zusätzlichen Einnahmen. Der ebenfalls geplante angrenzende Park soll außerdem für die Öffentlickeit zugänglich bleiben.