Eisenstadt bekommt neuen Stadtpark. Auf 8.000 Quadratmetern Fläche entsteht im Frühjahr 2020 auf den Eisenstädter Kirchäckern Ost nahe dem Stadtzentrum (siehe interaktive Karte unten) ein neuer Stadtpark.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 20. September 2019 (12:52)
Markus Wagentristl, BVZ
vlnr: Michael Sillipp (Geschäftsführer B-Süd), Rainer Wallner (Obmann-Stv. OSG), Ruth Klinger-Zechmeister (Vorsitzende Bauausschuss), Bürgermeister Thomas Steiner, 1. Vizebürgermeister Istvan Deli, 2. Vizebürgermeisterin Lisa Vogl, Anton Mittelmeier (Direktor Neue Eisenstädter)

Resultat zwei Jahre langer Planungsgespräche

Auf den Kirchäckern in Eisenstadt entstanden in den letzten und entstehen in den kommenden Jahren auf 95.000 Quadratmetern Wohnraum (Bebauungsquote: 25 bis 28 Prozent).

"Mir war es sehr wichtig bei Zukunftsthemen wie Wohnen und Umweltschutz eine breite Lösung mit Bauherren, den Stadtparteien und der Bevölkerung zu finden", erklärte Bürgermeister Thomas Steiner bei der heutigen Präsentation die lange, weil gründliche Vorlaufzeit.

"Ein Baum hat eine Kühlleistung von zehn Klimaanlagen", betonte sein Vize Istvan Deli die Klimaschutzpolitik der Stadt dahinter. Vizebürgermeisterin Lisa Vogl pflichtet bei: "Durch die Rückwidmung von Bauland sichern wir den Erhalt der Grünflächen in Eisenstadt für die kommenden Generationen."

Die Bauträger der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft OSG, der Neuen Eisenstädter NE und der B Süd betonten, dass dieses innovative Stadtplanungskonzept landes-, wenn nicht sogar bundesweit ein Musterbeispiel für städtische Klimaschutzpolitik und moderne Wohnpolitik sei.

Der Direktor der NE, Anton Mittelmeier, versprach Bürgermeister Steiner vor Ort, für jede der 81 NE-Wohnungen einen Baum zu pflanzen. Steiner nahm an: "Baum bedeutet bei uns aber schon Baum und nicht nur Strauch", lachte er und ging ("zu Fuß - Klimaschutz!") zurück ins Rathaus.

Baubeginn ist Frühjahr 2020.

zVg Neue Eisenstädter
Die zukünftige Wohnanlage der Neuen Eisenstädter

Aber nicht alle sind begeistert

Auf der Facebook-Seite der BVZ reagierten die User überwiegend mit Likes, es herrschte aber auch Skepsis („Kommt gleich nach dem Kino“) bis Kritik („Wahrscheinlich viele Gebäude und Bäumchen dazwischen... Bauträger die alte Bäume wegen einem Parkplatz umholzen, haben nicht so mein Vertrauen“).

So sah es auch ein Leserbrief-Schreiber aus Eisenstadt, der sich die Mühe gemacht hatte die Fläche zu vergleichen. Diese sei nicht viel größer als der Parkplatz mit Straßen in der Feldgasse. „Ich finde den Erhalt von Grünflächen großartig, das als Stadtpark zu vermarkten aber nicht sehr gut.“ Die Bauträger seien bloß gezwungen worden, Fehler der Vergangen nicht zu wiederholen und Grünflächen zu erhalten.

Spannend werde, so der Leser, wie viele öffentliche, straßenseitige Zugänge der Park in der Endausbaustufe haben werde.

Stadt