Eisenstadt

Erstellt am 25. Januar 2019, 13:49

von Wolfgang Millendorfer

Klimagipfel: „Es ist nicht zu spät“. Das Burgenland will heuer insbesondere den Klimaschutz in den Mittelpunkt stellen. Zum Auftakt diskutierten Politiker und Experten in Eisenstadt.

Seit Jahresbeginn hat das Burgenland den Vorsitz in der Klimaschutzreferenten-Konferenz inne. Nicht zuletzt deshalb stehen unter dem Schlagwort „Klima-Jahr 2019“ Maßnahmen im Fokus, um den Temperatur-Anstieg langfristig eindämmen zu können. Als zuständige Landesrätin lud Astrid Eisenkopf in der Vorwoche zum ersten Klimagipfel ins Kulturzentrum Eisenstadt. Vertreter der Politik und der Institutionen diskutierten dabei mit Experten zum Thema Klimawandel.

2018 ging als das bislang wärmste Jahr in die 250-jährige Messgeschichte ein, wie Meteorologe Markus Wadsak bei seinem Vortrag betonte. Noch viel alarmierender sei, „dass wir seit 2000 kein einziges unterdurchschnittliches Jahr erlebt haben“.

Landesrätin Eisenkopf wies ebenso wie Universitätsprofessorin Helga Kromp-Kolb darauf hin, dass man die globale Erwärmung noch beeinflussen könne: „Es wird nicht ohne gesetzliche Regelungen gehen. Aber im Zentrum steht auch die Bewusstseinsbildung. Klimaschutz soll in jedem Haushalt ankommen“, so Eisenkopf.

Klimastrategie in Arbeit

Seitens des Burgenlandes wird derzeit eine Klima- und Energiestrategie erarbeitet, die von einer breiten Bürgereinbindung begleitet werden soll.

Zuletzt hatte es im „Wohnbau-Check“ von „Global 200“ gute Noten für die erneuerbare Energie im Burgenland gegeben; insgesamt belegt man jedoch den vorletzten Platz im Länder-Ranking, was nicht zuletzt mit der Sanierungsrate und fossiler Energie zu tun hat. Eisenkopf kündigte an, dass bei Neubauten künftig der Einsatz fossiler Energie verboten werden soll. Mit speziellen Förderaktionen, wie jener zum Ölkessel-Tausch, werden gezielt Maßnahmen gesetzt.

Generell könne man den Klimawandel nur gemeinsam vorantreiben, betonten die Experten beim Eisenstädter Gipfel. „Klimaschutz ist keine Bedrohung, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit“, meinte auch Sektionschef Jürgen Schneider vom Nachhaltigkeits-Ministerium. In diesem Sinne soll „die enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und Bürgern“ forciert werden.