Abschied der Alt-Stadtchefin. Über Menschen, die etwas hinterlassen.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 07. August 2019 (02:06)

Im Burgenland gilt ja bekanntlich der lateinische Spruch „De mortuis nil nisi bene“: Über die Toten soll man nichts und wenn dann nur Gutes sagen.

Es zeichnet eine Politikerin wie Andrea Fraunschiel aus, dass von allen Seiten, an denen die BVZ nachgefragt hatte, nicht nur nichts, sondern besonders viel Gutes berichtet wurde.

Als hätten sie es sich ausgemacht, treffen sich gerade jetzt Österreichs Bürgermeisterinnen zu einem Vernetzungstreffen. Genau solche Frauennetze hatte Andrea Fraunschiel immer zu stärken versucht. Und immer betont über die Parteigrenzen hinweg. Wo immer Eisenstädterinnen zusammenhalten, da lebt das Andenken Fraunschiels weiter.

Die Kindergärten sind ein weiteres Erbe Fraunschiels. Auch wenn es Eisenstadts Kleinste nicht wissen: Dass sie einen Ort wie den Kindergarten Kleinhöflein haben, ist dem besonderen Einsatz der Alt-Bürgermeisterin für die jüngten Bürger geschuldet.

Sicherlich hilft das in der ersten Trauerphase den Verwandten, Freunden und Wegbegleitern nicht weiter. Es wird aber die Zeit kommen, in der andere Menschen vergessen sind, Andrea Fraunschiel aber in ihrem politischen Erbe weiterlebt. Und das tröstet.