Sonderangebot und Peitsche. Über „Christmas-Shopping“.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 04. Dezember 2019 (05:22)

Als Kind ist man ja erst einmal schockiert, wenn man hört, dass Jesus die Händler aus dem Tempel gepeitscht hat. Bis zu dieser Bibelgeschichte (Joh 2:13-25) wurde Jesus ja immer als friedliebender Mensch dargestellt.

Das altrömische Peitsche, die Jesus geschwungen haben soll, ist keine einfache Peitsche. Da hat jemand richtig viel Hirnschmalz darauf verwendet, die Körpertreffer durch das „flagrum“ besonders uncool zu gestalten. Jesus muss also echt grantig gewesen sein.

2000 Jahre später gibt es den „Cyber Monday“ und den „Black Friday“. Erfunden von den Tempel-Händlern der Jetzt-Zeit, den Supermarktketten, deren Profite mehrheitlich ans Ausland oder in den Privatbesitz Superreicher übergehen, nicht versteuert werden und kaum zur Wertschöpfung des Burgenlandes beitragen.

Sie bescheren uns asiatische Billigwaren und apokalyptische Staus den Straßen.

Nicht Wenige, die auf der B50 im Shopping-Stau stehen wünschen sich die zweite Wiederkehr Jesu – und sei es auch nur, aufdass er ein zweites Mal das Flagrum zu schwinge.

Ihr seid anderer Meinung? Reden wir darüber: m.wagentristl@bvz.at

Umfrage Eisenstadt

  • Nützt Ihr Shopping-Angebote wie Black Friday?