Stark bis zum letzten Aufgebot. Über den sensationellen Herbstdurchgang des ASV Siegendorf.

Von Philipp Frank. Erstellt am 04. Dezember 2019 (01:55)

Mit 36 Punkten war Deutschkreutz die Herbst-Überraschung der Burgenlandliga. Dass die Mittelburgenländer nicht sensationell als Leader überwintern, liegt am ASV Siegendorf. Beim Titelfavorit lief es nach einem guten Saisonstart und einem Kurzzeit-Durchhänger samt Trainerwechsel in den letzten zehn Meisterschaftsspielen wie im Märchen. Nach der Bestellung von Josef Kühbauer zum Cheftrainer folgte die unglaubliche Bilanz von neun Siegen und einem Remis. Der Ex-Draßburg-Coach (der stets die Arbeit seines Vorgängers Michael Porics lobte) spricht selbst von einem Traum. Kühbauers Motivationsgespräche und der Wille der Spieler krönten einen Top-Herbst mit 38 Punkten und der Winterkrone.

Aber auch die sommerlichen Kaderinvestitionen waren mehr als nötig und haben sich auch bezahlt gemacht. Schließlich blieb das Verletzungspech dem ASV stets treu im Herbst. Beispiel Andreas Dober. Der Ex-Bundesliga-Kicker stand bei keinem einzigen Pflichtspiel am Platz. Beispiel Dragan Markic, Markus Ehrenhöfer, Raphael Ebner, Sebastian Drga und Tomi Ivanovic: Sie alle mussten ebenfalls zahlreiche Spiele verletzungsbedingt auslassen. Und doch reichte das letzte Aufgebot, um als Erster zu überwintern. Die Richtung stimmt also für den Plan, in die Regionalliga aufzusteigen. Spätestens dort müsste dann aber vor allem offensiv nachgebessert werden. Denn das letzte Aufgebot wird nicht immer gut genug sein.