Dieses Ende ist wohl endgültig. Thomas Steiger über das vorzeitige Aus des SV Mörbisch in der 2. Klasse Nord.

Von Thomas Steiger. Erstellt am 06. März 2019 (02:08)

Der SV Mörbisch ist Geschichte – zumindest vorerst. Die Offiziellen haben den schriftlichen Antrag für eine Einstellung des Spielbetriebs beim Burgenländischen Fußballverband (BFV) schon gestellt, es ist also amtlich. Anfangs soll der Verein stillgelegt werden, über die weitere Zukunft wird in den nächsten Wochen entschieden. Doch die triste Lage wird sich nicht verbessern. Die Spieler, die man bis zum Sommer brauchen würde, fallen nicht vom Himmel. Schon nach ein paar Runden im vergangenen Herbst wurde klarer und klarer, dass der „Tag X“ für den Vereins-Aus bevorsteht.

Absagen der Reserve-Partien, eine dezimierte Kampfmannschaft, Funktionärsmangel, kein eigener Nachwuchs – die Warnzeichen waren mehr als deutlich, die Alarmglocken müssten laut genug gewesen sein. Gut möglich, dass man beim Klub die bittere Wahrheit nicht sehen oder akzeptieren wollte und zuletzt krampfhaft nach dem letzten Strohhalm suchte, indem man im Winter noch schnell fünf Spieler holte. Es half nichts. Auch die Neuen hätten den in seiner Struktur ausgedörrten Klub langfristig nicht am Leben erhalten können. Rückblickend betrachtet ist das Mörbischer Ende aufgrund einer bereits länger andauernden Fehlentwicklung fast logisch. Also muss nüchtern festgestellt werden: Unter diesen Voraussetzungen war der Verein auch nicht mehr zu retten.