Das neue Atelier Tulipan: Lokalaugenschein in Trausdorf. Die BVZ war zu Gast im neuen, dem Wahl-Trausdorfer Ralf Egger gewidmeten Atelier.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 13. Juni 2019 (14:53)
Markus Wagentristl
Kunst. Die Tulipan-Chefs Noemie (li.) und Paul (re.) Rosenich mit den Traudorfer Kunstliebhabern (2.v.l.) Karl Palkovich und Stefan Gerdenisch (2.v.r.)

Was ist das Tulipan in Trausdorf eigentlich nicht? Das Tulipan-Haus hat straßenseitig zwar kein Dach, aber einiges darunter: Es gibt dort eine Galerie, Kaffee, Beratung für Inneneinrichtung, einen Kunst-Laden, eine Veranstaltungslokal und, als die BVZ zu Besuch war, sogar eine Gartenparty. Es gibt ein Spanferkel, dazu spielt ein ungarisches Musikanten-Quartett.

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Idylle. Noemie Rosenich-Marko mit den traurig-schönen Klängen der eingeladenen Gypsie Band.

Tulipan heißt nicht umsonst auf Kroatisch und Ungarisch Tulpe. Das Ehepaar Noemi und Paul Rosenich, der nebenbei auch noch Patentrecht unterrichtet, führen das Tulipan liebevoll pannonisch. Und im Andenken an ihren verstorbenen Freund, den Künstler und Wahl-Trausdorfer Ralf Egger.

Wer ist Ralf Egger? Der Antwort auf diese Frage sind mehrere Schauräume gewidmet, der jüngste von ihnen wurde erst vor wenigen Tagen fertig gestellt.

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Egger. Die „Hinterglasmalerei“ gibt den verschiedenen Motiven von Ralf Egger eine zusätzliche Bedeutungsebene. Der Raum lädt zum Verweilen ein.

Geruchlich passend, liegt der Duft von frischer Farbe noch in der Luft, als Rosenich fachmännisch die „Hinterglasmalerei“ Eggers erklärt. Dabei wird ein Glasbild von der Rückseite des Glases her bemalt. Das gibt dem Bild eine Vielschichtigkeit, die den von Goya bis Monet reichenden Motiven eine interessante Tiefe verleiht.

Apropos vielschichtig: Der neue Atelier-Teil hat verschiebbare Wände, hinter der sich der alte Stadl zu erkennen gibt.

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Vielschichtig. Die Wände laden ein, den alten Stadl zu erkunden, in dem das Atelier gebaut wurde. Die historischen Maschinen sind Kunstwerke an sich.

Auf alten Brettern sind noch ältere Landarbeits-Maschinen gestapelt. So alt, dass sie heute schon wieder wie ein Kunstwerk an sich wirken.

Was auch immer Tulipan ist, eine Reise ist es wert.